Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Die Burghöhle von Loch 
im Tal der Schwarzen Laaber, D


Auf der östlichen Seite des Tals der Schwarzen Laaber taucht bei Eichhofen plötzlich ein dicker Burgturm an den Hängen auf. Nur ein Turm. Sonst nichts. Keine Burg rundherum. Die steckt nämlich im Berg, raffiniert und nicht oft kopiert.

Der Ursprung der Burg wird ins 12. Jahrhundert verlegt, wo ein Ritter Werner von Rammelstein dort seine Burg errichtet haben lassen soll. Zwei Höhlen im Berg wurden genutzt und mit Mauerwerk versehen. Dazwischen bilden niedrigere Felsgänge die Verbindung. Von den Rammelsteinern ging die Burg in die Hände der v. Sauerzapfs über und die vererbten schließlich die Gebäude dem Kloster Karthaus Prüll in Regensburg.

Inzwischen scheint sich gar keiner mehr für die Burg zu interessen, fast keiner mehr. 2008 galt sie juristisch als herrenlos, weil schon vor 20 Jahren die damaligen Besitzer, die Familie Schönharting, der auch die nahe Brauerei Eichhofen gehört, ihr Eigentum aufgegeben hat und sich aus dem Grundbuch hat streichen lassen. Jetzt soll ein Förderverein gegründet werden, der sich für den Erhalt der Burg einsetzt....

 

Literatur:

Herrmann, Friedrich Jurahöhlen der Oberpfalz, Verlag Fr. Pustet, Regensburg 1976
Koller, Karoly Die weiße Nacht des Jura - Streifzüge durch die unterirdische Oberpfalz, in: Ettl, Grill, Oberpfalz, Viechtach 1995, S. 26ff.
Sieghardt, August Oberpfalz, Verlag Glock und Lutz, Nürnberg 1958
Motyka, Gustl Der Landkreis Regensburg im Wandel der Zeit, Regensburg 1975
Schubert, Andreas Burg ohne Herren - In Loch bei Regensburg verfällt ein Denkmal, Süddeutsche Zeitung 23. November 2008, Nr. 273, Seite 51

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