Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle
Landschaft und Höhlen der "Ostalb"
Gemeint mit "Ostalb" ist der östliche Teil der Schwäbischen Alb. Im Westen schließt sich die "Mittlere Schwäbische Alb" an, im Osten kommen das Ries und die Fränkische Alb, nach Norden zu geht es ins "Keuperland" und im Süden bildet die Donau die Grenzlinie.
Trockental bei der Stöckelberghöhle 21.8.1984
Was kennzeichnet diese Region? Es ist immer schwierig, ein Stückchen Erde von einiger Ausdehnung mit wenigen Worten so zu charakterisieren, daß das wirklich Kennzeichnende getroffen wird und es ausreichend diesen Erdenfleck von anderen unterschieden wird. Wenn ich an die eigenen sinnlichen Eindrücke denke, wo ich immer zuerst von Süden her komme, dann sehe ich bei "Ostalb" zuerst einmal große weite Felder, die sich nur leicht gehoben bis zur Horizontlinie erstrecken, wo sie oft direkt in den Himmel überzugehen scheinen. Die Besiedlung wird spärlicher, nur wenige Ortschaften gibt da, die größten sind zusammengedrängt in die Talflächen.
Die meisten Höhlen sind wohlbekannt, seit langem. Es ist kein
Zufall, daß bereits der Steinzeitmensch dort schon gehaust hat,
schließlich sind viele leicht zugänglich, ein paar Schritte zu
den Felsdächern an den Talrändern und schon ist man da. Auch
später wurden sie wieder aufgesucht, vor allem in Notzeiten oder
von Menschen am Rande der Gesellschaft.
Heute überschwemmt sie der Tourismus, schließlich sind die
bekanntesten auf jeder Wanderkarte schon eingetragen. Das
spiegelt sich dann auch im Aussehen und dem Inhalt der Höhlen.
Soviel Dreck habe ich schon lange nicht mehr in der Welt unter
Tage gesehen wie gerade dort. Ein Spiegel unserer Zeit. Weg mit
dem Dreck unter eine Decke aus Fels am besten, damit wir eine
schön geputzte Oberfläche noch herzeigen können.
Ein Naturschaustück:
Der Brenztopf
Ein paar Höhlen:
| Hohlensteinhöhle beim gleichnamigen Ort. | |
| Höhle bei Neresheim: | |
| Wollenloch | aufgenommen am 14. September 1980 anläßlich der Verbandstagung in Oberkochen, im Schacht Jürgen Becker und Klaus Cramer |
| Hohle Stein im Krätzental bei Großkuchen | Jan 2003 |
| Fuchsstadel im Dossinger Tal | |
| Hohler Stein bei Unterkochen | |
| Hohler Stein bei Gundelfingen |
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| Heidenschmiede in Heidenheim | |
| Höhlenspalt in Heidenheim, Dezember 2006 |
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| Bayer, Hans-Joachim | Beispiele zur tektonischen Höhlenanlage aus der
Schwäbischen Alb (Württemberg), Die Höhle 3-1983, S. 93ff. |
| Baumhauer, Hermann, Feist, Joachim | Ostalb - Bild einer Kulturlandschaft, Stuttgart 1985 |
| Binder, Hans | Höhlenführer Schwäbische Alb, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart und Aalen 1977 |
| Albrecht, Rolf | Höhlen, Felsen und Ruinen, Verlag E.+ S. Fleischmann, Esslingen 1980 |
| Binder, Hans (Schriftleitung) u.a. | Karst und Höhle 1993, Karstlandschaft Schwäbische Ostalb, hrsg. vom Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. München 1993 |
| Eckenfels, J., Jantschke, H., Striebel T. | Die Höhlen der Gemarkung Beimerstetten, Topographische Karte 7525 Ulm-Nordost, 745 Lonsee, Mitteilungsheft der Höhenforschungsgruppe Blaustei 3 (1), Tuttlingen 1980 |
| Jantzschke, Herbert | Einige Höhlen der Ostalb, in: Schriftleitung Hans Binder, Karst und Höhle 1993 Karstlandschaft Schwäbische Ostalb, München 1993 |
Links:
Literaturempfehlung
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Die Schwäbische Alb, eine vielfältige Naturregion im Dreieck Stuttgart-Ulm-Bodensee, zeichnet sich durch ihre geschlossene Alblandschaft aus, die nur im Südosten vom wildromantischen Tal der Oberen Donau durchbrochen wird. Bedeutende Klöster, prachtvolle Kirchen, stolze Ritterburgen und herrschaftliche Schlösser bezeugen bis heute, dass die Schwäbische Alb auf eine reichhaltige und bedeutende Geschichte zurückblicken kann. Heute ist das Gebiet besonders bei den Freunden des Rad- und Wandersports beliebt, die hier hervorragende Bedingungen vorfinden. Das Reisehandbuch enthält wertvolle Tipps zur Freizeitgestaltung, liefert zahlreiche Hintergrundinformationen zur Landschaft und zur Geschichte und bietet einen umfangreichen Serviceteil mit Hinweisen zu Hotels, Pensionen, Restaurants und Cafés. |
| Schrenk, Johann, 256 Seiten, 3. Auflage Frühjahr 2011, farbig, 15,90 , 28,50 sFR, ISBN 3-932410-55-6 | |
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