Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Heilung und Höhle

- Montmilch


Es gab einmal eine Zeit, da war die "Mont-" oder "Bergmilch" ein gefragtes Heilmittel. Das weiße Zeug, abgekratzt von den Wänden von Höhlen, galt einmal als heilsam bei allerlei Gebrechen. Als "Augennix" wurde es seit dem 15. Jahrhundert verwendet. Wöchnerinnen bestrich man den Busen und die Schultern, damit sich die Milch richtig verteile. Bei Geschwüren verwendete man es ebenfalls. In der Schweiz verwendete man es in der Tierheilkunde.

Gewonnen wurde es aus sog. "Nixlöchern", anderswo hießen sie "Montmilchlöcher.

Ein paar Beispiele:

Literatur:

Binder, Hans Höhlen der Schwäbischen Alb, DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen 1995

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