Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Stollen in der Peggauer Wand bei Peggau, Steiermark


In Bereich der Hammerbachquelle bei Peggau gibt es noch heute eine Anzahl von Stollen. Sie wurden während des Zweiten Weltkriegs angelegt, um dort unterirdische Industriewerke anzulegen.

Sie heute teilweise noch versperrt, teilweise aber auch schon wieder geöffnet. Ein Abschnitt wird laut einer Tafel an der Wand einer Zwischenmauer von der Universität Graz für Forschungen benutzt. Allerdings stand die Türe offen und innen waren keinerlei Meßvorrichtungen mehr zu sehen.

In diesen Stollen wurden auch mit Sedimenten ausgefüllte Klüfte und Höhlen angefahren, die keinerlei natürlich Eingänge von außen her aufweisen. Besonders die Höhle Nr. 17  am Ende des Stollen VI mit einer Länge von 50 m hat besondere wissenschaftliche Bedeutung, weshalb sie unter Naturschutz gestellt wurde, der jedoch auch gleich wieder sowohl von der Gemeinde Peggau aus Zivilschutzgründen als auch von der Perlmoser Zementwerke AG wegen Ausbauplänen für ein drittes Zementwerk angefochten wurden. 

Heute, 2020, macht das Gelände einen vergessenen traurigen Eindruck. Ein wenig Müll liegt herum, Graffitis an vielen Stellen, offenstehende Türen und wenige noch abgeschlossene. 

Aus der Hammerbachquelle quillt freilich immer noch das Wasser aus der Lurhöhle. Sie kommt aus einer Vermauerung in einem Nutzgebäude darüber. Etwa 1 km weiter nördlich verschwindet es im Lurhöhlensystem und kommt hier wieder zu Tage. Vermutlich gibt es dazwischen weitere Hallen und Gänge, aber sie sind bislang nicht dem Menschen zugänglich, was vielleicht gar kein Verlust für wen auch immer ist.

 

     
     

Literatur:

ohne Verfasserangabe Höhle Nr. 17 im Stollen Nr. VI der Peggauer Wand bei Peggau (Steiermark), Die Höhle 1-1969, S. 12

Links:

 

Lurgrotte.htm


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