Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle
Das Schneckenloch, Vorarlberg, A
Gunhild Preuß wäscht sich ihre Hände im
Höhlenwasserfall, Septemberg 1975
Das Schneckenloch, die auch "Schneckenlochhöhle" genannt wird, ist Vorarlbergs längste Höhle. Wer es weiß, der kann bereits von Schönenbach aus, einem kleinen Almdorf im Bregenzerwald, den Eingang sehen. Er liegt in der Nähe des Laublisfalls, der am Westhang des Gottesackerplateaus herabstürzt, in 1270 m Seehöhe.
Von dort ist es noch eine gute Stunde Wanderung auf bezeichnetem Weg, eh man am Eingang steht. Heute (2005) weisen Schilder darauf hin, daß sie "nur geführt begehbar" sei. Die einstmals vorhandenen Steighilfen sind wieder abgenommen, so daß es nicht mehr jedermann möglich ist, den Eingang auch zu erreichen. Das gilt insbesondere für die Querung des Schneckenlochbaches bei hohem Wasserstand und bei feuchter Witterung, wo so mancher gerne ein Seil in der Hand hätte, wenn es erst gilt hinabzusteigen, dann das Wasser auf rutschigen Steinen zu überqueren und es auf der anderen Seite wieder steil hinaufgeht.
Der Eingang ist gewaltig, 40 m Breite und 10 bis 12 m Höhe wird angegeben. Daran schließt sich die riesige Eingangshalle mit ihren 120 m Länge an. Kommt man zur richtigen Tageszeit und herrscht das geeignete Wetter, dann kann erleben, wie die Sonne tief in diesen Raum hineinscheint. Alles wirkt etwas dunkel und düster. Das kommt vom Gestein, dem Schrattenkalk. Die Höhle ist an der Schichtgrenze zwischen diesem Gestein und den darunterliegenden Drusbergschichten, die hier als Tonmergel auftreten, gebildet worden. Es geht immer tiefer in den Berg in großräumigen Gängen weiter. Die sog. "Leiterwand" ist zu überwinden, dann kommt nach 415 m Gangstrecke eine Bifurkation, die "Teilungshalle". Es gibt den 175 m langen Ostast, der an Schichtfugen endet und des Nordostast, der 355 m lang ist.
Die Gesamtganglänge wird heute mit 1700 m angegeben. Der Gesamthöhenunterschied beträgt 164 m.
| Schönenbach 1975 | |
| Schönenbach 2oo4 | |
| Schönenbach 2005 | |
| Allmähliche Annäherung ans Schneckenloch |
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| Überquerung des Laublisbaches |
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| Die Schneckenloch- bachklamm |
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| Keine Spur von einer Höhle |
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| Zurück in Schönenbach |
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| Milchwirtschaft und Käserei in Schönenbach |
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| Köstliche Käsespätzle im Dorfwirtshaus |
Die Höhle
| Gerhard Küblbeck in einer schwarzen Engstelle |
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| Riesige Räume | |
Klaus Cramer am Wasserfall |
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Literatur:
Fuchs, Sepp |
Eine Höhlenfahrt und sonst allerhand, Das schöne Allgäu Nr 18, 1937, S. 290f. |
| Krieg, Dr. Walter | Geschützte Höhlen in Vorarlberg, Die Höhle 3-1983, S. 114ff. |
| Trimmel, Hubert | Das Schneckenloch bei Schönenbach, Mitteilungen der Höhlenkommission, Jahrgang 1953, Heft 2 |
| Seibert, Dieter | Wasserfälle, Tobel, Felsen - Wunderwelt aus Wasser und Stein 48 Ausflüge im Allgäu, Franz Brack Verlag |
| Bouchal, Robert, Wirth, Josef | Österreichs faszinierende Höhlenwelt, Pichler-Verlag, Wien 2000 |
| Mayr, Herbert | Erlebniswanderung zur Schneckenlochhöhle, Das schöne Allgäu 11/93, S. 74ff. |
Links:
http://www.allgaeu-ausfluege.de/schneckenlochhoehle.htm
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