Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Höhlen im Ibietal, Ardèche, F


Wer von Vallon-Pont-d'Arc an der Ardèche Richtung Westen fährt, der kommt, dort wo die Campingplätze zu Ende sind und die wilde wuchernde Natur anfängt, an die Mündung des Tals der Ibie. Ein geschotterter Weg führt hinein und man kann in relativer Ruhe hineinwandern. Erst passiert man die Kläranlage von Vallon, dann kommen nur noch Wiesen, das meist trockene Flußbett und links und rechts an den Hängen die übliche, oft verführerisch duftende Garriguesvegetation aus der ab und zu wieder eine Felswand herausragt.

Es gibt eine Menge Höhlen dort, die zu einem großen Teil auf der 25000er Karte von Vallon eingezeichnet sind. Viele sind ganz leicht zu finden, weil breite Trampelpfade durchs Buschwerk ziehen, die des öfteren vor Höhleneingängen enden, und so vom häufigen Besuch der Höhlen künden.

Bekannt waren diese Höhlen schon immer, was die vielen archäologischen Funde, die dort gemacht wurden, insbesondere aus der Jungsteinzeit, bezeugen. Wesentlich jünger, aber auch schon mindestens 150 Jahre alt, sind Inschriften in der Deroc-Höhle.

Im Talgrund

Abendstimmung Richtung Vallon

 
Die Eingänge
   
 
Ein umgestürzter Stalagmit
 
   
Blicke auf kleine Stalagmiten und
in ein Tropfloch
 
Leben in der Höhle

Spinnen und Fledermäuse

Wand- und Bodenwurzeln
Alte Inschriften
Neuzeitliche Höhlenzeichnungen

Am oberen Talrand liegt der Eingang in den Aven du Marteau, ein Schacht, der 1952 von Chabrier entwurde, weil eine Stelle an der Oberfläche schneefrei gewesen ist. Eine Sprengung - und der Zugang zu dieser heute 110 m tiefen Höhle war offen.

   

Literatur:

Chabaud, Michel Du Bronze pour l'Ardèche, Spéléo n°29, 1998, S.12f.
Balazuc, J. Spéléologie du département de l'Ardèche, 1956

Links:

Landschaft und Höhlen der Ardèche
Streifzüge durch die Höhlen Südfrankreichs


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