Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Esoterik und Höhle


Eine Pyramide in einer Höhle am Untersberg bei Salzburg


Ein besonderes Thema. Denn was können wir als Menschen den von der "Welt" denn wirklich wahrnehmen? Ist denn das was die "Religion" oder die "Wissenschaft" als "wirklich" oder "real" "bezeichnet" oder "vorgibt", das was "ist". Lauter Ausrufezeichen, denn da geht es ans so genannte Eingemachte. Vor allem für Menschen, die über ein "Wissenschaftlich-fundiertes-Weltbild" verfügen oder fundamentalistisch gegründeten Glaubenswahrheiten anhängen.

Ein höchst lesenswertes, neu erschienenes Buch hat mich zu dieser Webseite angeregt: "Die Großen Denker - Philosophie im Dialog von Lesch und Vossenkuhl". "Es ist die Brille, die die Gegenstände so werden läßt, wie wir sie dann wahrnehmen" Immanuel Kant. (S. 476)


Und ein kurzer Satz auf einer Internetseite über die Blauhöhle: "Am Montag, den 02. September 2001 habe ich den Mörikedom  o b e r i r d i s c h  gefunden." Die Quelle spricht schon für sich, zumindest für die "Wissenschaftlergemeinde": wünschelruten-erdstrahlen.com.

Geht das wirklich zusammen? hard core science und vibes?

 

Ein Kontinent tut sich da auf und eine erste Landung wird versucht.

Besonders aus Indien stammen einige Geschichten von schier unglaublichen Vorkommnissen. Eine davon stammt aus dem Buch "Autobiographie eines Yogi" von Paramahamsa Yogananda:
""Ram Gopal", sagte er, "gehe sofort zum Dasasamedh-Bade Ghat (Als Erklärung dazu steht: "Heilige Mutter". Matadschi lebt ebenfalls seit Jahrhunderten in ihrem gegenwärtigen Körper und ist geistig fast so hoch entwickelt wie ihr Bruder. Sie hält sich in einer geheimen, unterirdischen Höhle am Dasasamedh-Ghat auf, wo sie ununterbrochen im Zustand der Ekstase lebt.)
Bald hatte ich den einsamen Ort erreicht. Es war eine mondhelle Nacht, und am Himmel flimmerten die Sterne. Nachdem ich eine Weile still und geduldig gesessen hatte, wurde meine Aufmerksamkeit auf eine riesige Steinplatte gelenkt, die sich dicht vor meinen Füßen befand. Sie hob sich langsam in die Höhe und ließ eine unterirdische Höhle sichtbar werden. Dann blieb der Stein unerklärlicherweise in der Luft stehen, und die verhüllte Gestalt einer jungen, unsagbar lieblichen Frau schwebte aus der Höhle empor. Sie war von einem milden Strahlenkranz umgeben und ließ sich langsam vor mir nieder, wo sie regungslos, in tiefer Ekstase, stehenblieb. Schließlich bewegte sie sich und sprach mit sanfter Stimme: "Ich bin Matadschi.." " Den Rest der Geschichte kann man in dem Yogi-Buch nachlesen. Jedenfalls sind schwebene Steinplatten und schwebene liebliche Frauen schon wirklich was Außergewöhnliches, was sich mit den Standardanschauungen der heutigen Physik nicht vereinbaren läßt.

Ein idealer Ort, um esoterischen Neigungen nachzugehen, ist inzwischen der Untersberg bei Salzburg. So heißt es gleich zu Beginn des Buches von Rainer Limpöck "Magisches Berchtesgadener Land":

 "Dieses Buch ist allen kleinen Wesen am Untersberg gewidmet. Den Untersbergmandln, die die heiligen Orte am Berg behüten und den Menschenkindern, durch deren Augen und Herzen wir jene Anderswelt wieder erfahren und wahrnehmen können." (S. 3)



Da ist es bis zum Hineinstellen einer Pyramide in einen Höhlenraum nicht mehr weit.

Als einen der "stärksten Orte am Untersberg" bezeichnet er die "Grasslhöhle", oberhalb der Fürstenbrunner Quellhöhle. Ursprünglich war das einfach eine kleine sackartige Höhle in der Felswand. Nun wurde sie von phantasiebegabten Leuten entdeckt und hat schon eine richtige Geschichte: Ein Werner Neuner baute dort am 29. März 2009 eine VENUSBLUME  aus Stein, das "das ohnehin schon sehr starke Kraftfeld der Höhle noch verstärkt" habe. Die Steinfigur wurde danach von einem unbekannten Urheber in eine Spirale verwandelt. Bei einem Besuch im Februar 2014 ist daraus ein Steinkreis geworden (unbekannter Urheber). In der Mitte ist ein großer Stein, auf dem allerhand verschiedene Sachen rumliegen: Blumen, eine Zeichnung usw.. Ein Michael Gentschy empfiehlt in seinem "Kraftplatzführer aus Bad Bad Reichenhall" folgendes: "Räuchern, Trommeln, ins Zentrum der Steinformation stellen, sich im Einatmen gut über die Füße erden, Arme über den Kopf heben, mit den Händen einen Kelch formen, der sich nach oben öffnet...." Den Rest kann man im Limpöckführer nachlesen. Steinmanderln liebt man auch, weshalb sie überall zu finden waren, genauso wie Steinherzerln.

 

"Höhlen" sind beliebte Orte, wo sich alte und neue Schamanen hinbegeben, in der Realität oder auch nur in der Einbildung, um dort auf ihre Reisen zu gehen. Wer mehr darüber eorfahren will, der kann in Michael Harners Buch "Höhle und Kosmos" nachlesen, was er dazu geschrieben hat. Zwei Übungen bietet er dafür an, eine "um ein Tier "Divinationsreise zum Tier".  Wo es keine natürlichen Erdöffnungen gibt, da hat man ähnliche Bauwerke errichtet, bei den Pueblo-Indianern das Sipapu oder auch eine Kiva. Von der Verwendung von Gullies rät er ab, die seien "für heilige Arbeit nicht angemessen", am Ende lande man in New York z.B. nur im Hudson oder im East River, wo auch sonst?

 

 

 

 


Literatu:

Clottes, Jean, Lewis-Williams, David Schamanen - Trance und Magie in de Höhlenkunst der Steinzeit, Thorbecke, Sigmaringen 1997
Harner, Michael Höhle und Kosmos, Ansata, München 2013
Limpöck, Rainer Magisches Berchtesgadener Land - Ein Wanderführer zu den vergessenen und neuen Kraft- und Kultorten rund um den Untersberg, Berchtesgaden 2012
Vossenkuhl, Prof. Dr. Wilhelm, Lesch, Prof. Dr. Harald Die Grossen Denker - Philosophie im Dialog, Verlag KOMPLETT-MEDIA GmbH, München-Grünwald 2011
Yogananda, Paramahansa Autobiographie eines Yogi, Otto Wilhelm Barth Verlag, 16. Auflage 1988

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