Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Down the rabbit hole


Antipode


In dem wunderbaren Buch von Lewis Carroll "Alice im Wunderland" beginnt die Dramatik der Geschichte mit einem Sprung. Alice rennt dem Kaninchen mit einer Weste und oberdrein einer Uhr in der Tasche hinterher und sieht, wie das Tier in einem Kaninchenloch unter der Hecke verschwindet.

Das Besondere ist nun, daß sie einfach hinterher kriecht, offenbar ohne einen einzigen Gedanken daran zu vergeuden, ob das auch "richtig", "angemessen", "passend" ist. Keinen Gedanken daran verschwendend, ob das denn nicht gefährlich, "verboten" aus "Naturschutzgründen", weils "Privatbesitz" ist oder sonst etws. Einfach hinter dem Tier her und los...

"Zunächst führte der Gang wie ein Tunnel in die Erde. Doch dann ging es so plötzlich senkrecht nach unten, daß Alice, ehe sie denken oder bremsen konnte, hinunterpurzelte.Entweder war der Schacht sehr tief, oder sie fiel ganz langsam..."

So beginnt die Geschichte und sie entwickelt sich ganz spannend weiter. Unterwegs in ihrem Fall taucht der Gedanke auf: "Vielleicht falle ich glatt durch die ganze Erdkugel! Wie lustig, dann komme ich bei den Leuten heraus, die auf dem Kopf stehen! Den Anti-Antiporen oder wie sie heißen..."
Das schafft eine Verbindung bis nach Australien...

Ein Blick ins Internet unter dem Stichwort "down the rabbit hole" verschafft einen kleinen Überblick über das, was den Menschen bislang dazu eingefalllen ist. Ein sehenswertes Sammelsurium.

Und ein prima Thema für HÖREPSY 2009.

Literatur:

Carroll, Lewis Alice im Wunderland, Dressler Kinder-Klassiker, Hamburg 1989

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