Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Höhlen im Salzgestein


Wandstruktur in einer Salzhöhle bei Cardona, Katalonien


Höhlen wurden lange Zeit hindurch als etwas gesehen, in dem die vergangene Zeit aufgehoben ist und man immer in schier unvorstellbar langen Zeiträumen denken sollte. Der berühmte Satz der Höhlenführer, daß dieser Tropfstein 100 Jahre gebraucht habe, damit er einen Millimeter länger geworden ist, läßt noch heute manchen Höhlenbesucher erschauern. Manchmal müßten die nur unter unsere Betonbrücken schauen oder unter so manchen Balkon - und man würde auch diese dünnen Röhrchen sehen, die in diesem Falle nur wenige Jahre gebraucht haben, um zu respektabler Größe herangewachsen zu sein.

In die Reihe der Höhlen, die eine schnelle Veränderungsgeschwindigkeit haben können, neben etwa den Schneetunnels und Gletscherhöhlen, gehören die Höhlen im Salzgestein. Daß das Salz sich schnell wieder auflöst, wenn es mit Wasser mit in Berührung kommt, das können wir in jeder Suppe sehen.

Und doch, es gibt sie, die Salzhöhlen. Sie haben eine ganz besonderen Charakter und der macht sie auch zu sehr respaktablen Photoobjekten.

Ein Beispiel dafür liegt in Katalonien in der Nähe von Cardona. Eine der Höhlen ist heute als Schauhöhle ausgebaut und so für das Publikum leicht zugänglich. 2010 hatte ich Gelegenheit, sie zu besuchen und war fasziniert.

Weitere Vorkommen von Salzkarst liegen u.a. in Rumänien, in Israel und dem Iran.

...wird fortgesetzt

 

 

 


Literatur:

Chabert, Claude, Courbon, Paul (1997): Atlas des cavitès non calcaires du monde, UIS au pré de Madame Carle

Links:

Salzkarst von Cardona

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