Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Aktuell - Festplattencrash


Das Ding


Der Grund dafür, daß hier über Wochen keine Änderungen meiner Webseite gegeben hat (die letzte Änderung war am 21. August 2020), war ein simpler Festplattencrash.

Ich war gerade dabei, eine Einladung an einer alten Höhlenforscher zu schreiben. Da verfärbte sich auf einmal der Bildschirm und nur noch ein kleines Fenster war zu sehen. Darin konnte ich noch mit der Aufwärts- und Abwärtstaste herumspielen. Mehr war nicht nicht drin.

Warum passierte das ausgerechnet in diesem Moment? Gab es dafür eine kausale Ursache? Angeblich gibt es ja keinen Zufall, auch kein Schicksal und kein Pech. Hatte ich "Gott" verärgert mit "Lästerungen" auf der Webseite? War das die gerechte "Strafe" für meine Sünden? Oder hatte irgend so ein Hacker aus Russland bei mir eingeschlichten und mir das Handwerk gelegt?

7 Jahre lang hatte nun das ThinkPad von Lenovo bracht seine Dienste geleistet, hatte die Festplatte zuverlässig alles ausgehalten, was ich ihr zugemutet hatte. Eigentlich ist sie ja für viel mehr Stunden ausgelegt, wie ich in einem Ingolstädter Computerlanden gelernt habe. 30 Jahre soll so ein Ding halten. Bei mir nicht.

In der Theorie sichert man seine Daten regelmäßig auf mindestens einer weiteren Festplatte. Ich habe von Menschen gehört, die jefen zweiten Tag sich dieser Prozedur utnerziehen. Mir wurde jetzt schmerzlich klar, daß ich das letzte Mal im März eine Sicherungskopie angelegt hatte. Was auf der Webseite war, das konnte ich leicht wieder zurückkopieren, was nicht, das ist zum großen Teil wohl nicht mehr zurückholbar.

Es gibt da heute so Zauberer, die können mehr und lassen sich dann auch bezahlen. Wir haben jetzt auch in Gröbenzell einen DrData. Dort habe ich das kaputte kleine silbern glänzende Ding hingebracht. Professionell ist da aufgezogen. Hingebracht, abgeliefert, am Tag darauf die Analyse: 85 % Prozent des Inhalts ist wohl rettbar bei 800 Euro Kosten. Das war mir im Moment zu viel Geld. Mal sehen, was trotzdem noch alles vorhanden ist. Mal sehen, wie groß die neu entstandenen Bilderberg- und Textberghöhlen sind. Wie viel von dem jetzt fehlt, was vorher zumindest als Daten vorhanden gewesen ist.

Schnell wird hier deutlich, für wie wenig lange sehr vieles von dem, was wir heute hervorbringen, morgen schon wieder fort sein wird. Der Stein, und damit auch das, was nicht mehr von ihm im seinem Innern vorhanden ist, hält ein wenig länger - aber auch nicht für "ewig". Die Vergänglichkeit, die Vergänglichkeit, ist alles, was noch übrigbleibt? Was ist aber, wenn alles vergangen ist? Dann müßte doch auch sie nicht mehr geben! Oder ist am Ende nur noch eine "Festplatte" übrig, die keiner mehr "lesen" kann. 

Es gäbe diese Webseite nicht, wenn mir nicht jemand geholfen hätte - mein Schwiegersohn Simon. Mit seinen hervorragenden Kenntnissen und seiner ruhigen Art hat er alles wieder in Gang bekommen. Für mich ist das alles schon zu kompliziert und es liegen zuviele Stolpersteine auf dem Weg. Alleine schon die vielen verschiedenen Passwörter, die angefragt werden und die ich meist nicht mehr kenne.....


Das Ding 2


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