Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Höhlen und Landschaft im Donautal zwischen Kelheim und Regensburg


Landschaft und Höhlen im Donaudurchbruch bei Kehlheim


Nach der Weltenburger Enge, wo sich die Donau einst ihren Weg durch die Jurabarriere gefräst hat, weitet sich das Donautal. Früher floß sie ja auf diesem Weg in Richtung Osten. Auf dem Weg bis Regensburg gibt es immer wieder links und rechts des Flußlaufs Felsgruppen, in denen sich meist nur kleine Höhlen meist im dichten Buschwerk an den Hängen verbergen. Es ist meist ziemlich mühsam und keineswegs immer von Erfolg gekrönt, wenn sie aufsuchen will. Denn viele von ihnen sind schon sehr versteckt....

Neue Architektur bei Bad Abbach mit winzig kleinem Felsloch
THF 7037/1048
  Beim Teufelsfelsen
Beim Max-Schultze-Steig
Laubhöhle
   
Die Schutzdachhöhle
und die Gedenktafel
an den Schlechtwetterflüchter
   
  Der "Tuffbach" am südlichen
Ende des Max-Schultze-Steigs
Höhlen und Felsen bei Oberndorf
 
Bei Poinkam
 
 
 
 
 
Der Max-Schultze-Steig von der anderen
Donauseite aus

Am 21. Dezember 2016 tauchte plötzlich in der Presse eine "Höhle bei Pentling" auf, in der von der Polizei ein Mann entdeckt worden sei, der sich dort seit Monaten aufgehalten habe. Man brachte ihn auf die Polizeiinspektion, "wo er erfuhr, dass er von seiner Frau als vermisst gemeldet wurde. Außerdem wurde ihm mitgeteilt, dass erwährend seiner Abwesenheit Vater geworden sei." (SZ, Der Höhlenmann R 18). Dem Polizisten werden auch die Worte zugeschrieben: "Er war froh, die Nacht in einer warmen Zelle verbringen zu dürfen,...die war offenbar wohnlicher als seine Höhle." Ob es wirklich so war?
Die Einheimischen kannten die Höhle schon länger. Da war sie ein Rückzugsort, auch für die Kinder. Eine Holztür sei da früher am Eingang gewesen, "sogar mit Scharnier". 5 m² habe die Wohnfläche betragen.

ANWO Die Höhlenmann von Pentling - Die Frau des zwei Jahre lang Vermissten will keinen Kontakt, Süddeutsche Zeitung Nr. 298, 24.-26. Dezember 2016, Bayern, R18
DPA Vermisster nach zwei Jahren in Höhle entdeckt, Süddeutsche Zeitung, Nr. 297, 23. Dezember 2016, Bayern, R13

 


Literatur:

Dechent, Werner Carl-Wilhelm-von-Gümbel-Höhle - Zweitname: Max-Schultze-Steig-Felsenkammer (I 213), in: Der Fränkische Höhlenspiegel 63-2020, S. 6ff.
Küntzel, Karolin 50 sagenhafte Naturdenkmale in Bayern, Steffen Verlag, Berlin 2019
ohne Verfasserangabe Höhlen im Teufelsfelsen, in: 5. Überregionales Vermessungswochenende im Kartenblatt 7036 Riedenburg am 12./13. Juni 1999, Ergebnismappe 1999
ohne Verfasserangabe Höhlen im Ringberg, in: 5. Überregionales Vermessungswochenende im Kartenblatt 7036 Riedenburg am 12./13. Juni 1999, Ergebnismappe 1999
ohne Verfasserangabe Höhlen bei Untersaal, in: 6. Überregionales Vermessungswochenende im Kartenblatt 7036 Riedenburg am 17./18. Juni 2000, Ergebnismappe 2000
ohne Verfasserangabe Höhlen bei Poikam, in: 9. Überregionales Vermessungswochenende im Unteren Altmühltal am 05.07/06.07 2003, Ergebnismappe 2003
ohne Verfasserangabe Höhlen im Max-Schultze-Steig bei Regensburg, in: 9. Überregionales Vermessungswochenende im Unteren Altmühltal am 05.07/06.07 2003, Ergebnismappe 2003
Mikeska, Detlef, Dechent, Werner Die Mariengrotte am Max-Schulze-Steig bei Regensburg, Der Fränkische Höhlenspiegel Heft 51, Dezember 2003, S. 28ff.
Dechent, Werner Der Max-Schulze-Steig und seine Geologie, in: Karst und Höhle 2008-2010 Südliche Frankenalb - Region Altmühl- und Donautal, München 2010
Bayerisches Landesamt für Umwelt Hundert Meisterwerke - Die schönsten Geotope Bayerns, Augsburg 2011
Leif Steguweit, Marc Händel Ein neuer jungpaläolithischer Fundkomplex aus der Tunnelhöhle bei Sinzing. In: Das Archäologische Jahr in Bayern 2009, S. 11–13

 

Link:

 


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