Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Die Höhlen am Traifelberg, Echaztal, Schwäbische Alb


Es ist schon manchmal spannend, im Internet nach einem bestimmten Begriff zu schauen. Da kommt man vom Hundertsten ins Tausendste. Vom neu angelegten Kreisverkehr bis zur "Via Vagina" hab ich was erfahren, als ich da mal im April 2007 nach "Traifelberg" gesucht habe.

Ende April 2007 war ich mal mit Willi Adelung wieder dort gewesen, nachdem unsere Wintertour ein Ende fand, als wir nicht den rechten Weg ins "Gelobte Land" finden konnten. Da ging auf einmal ein ausgetretender Pfad sehr steil und eisig nach unten und schien nur noch hinunter auf die Bundesstraße zu führen - und irgends eine Aussicht auf irgendeine "Höhle".

Wir haben es noch einmal versucht, aber so richtig übersichtlich war es auch diesmal nicht. Alle möglichen "geldigen" Leute haben sich da an den Hang des Traifelberges ihres Villen gepflanzt und wollen nun wohl lieber vom großen Wandertourismus verschont bleiben. Die Ausschilderung erschien uns und erwies sich am Ende als ungenügend für eine reibungs- und umweglose Wandertour. Egal, wir haben dadurch z.B. diese Stelle "gefunden".


Nirgends habe ich eine schriftliche Erwähnung dieser Stelle gefunden, aber "verdächtig" ist sie. Liegt mitten im Wald, eine Felswand ragt da auf einmal hoch, eine Graben zieht nach vorne, vermutlich hat auch da mal schon jemand gebuddelt - oder ist das was verbuddelt worden? Egal, ob ich das weiß oder nicht. Aber so kleine "Funde" am Wege machen halt eine kleine Wandertour auch "spannend". "Be aware of wonder" hat der amerikanische Autor Robert Fulghum mal geschrieben. Es ist gibt sie, diese "wonder"!

Gesucht haben wir einfach die Traifelberghöhlen "in den obersten Lochersteinfelsen". Drei sollen es sein, 33m, 6m und 12 m lang. Frühbronzezeitlichen Schmuck sowie Schmuck und Scherben des Neolithikums habe man dort gefunden. "Schmuck" - das müssen wohl besonders Orte gewesen sein, wo man solchen zurückgelassen hat. Ich habe danach Ausschau gehalten. Ob ich sie gefunden habe, da bin ich mir nicht sicher. Gefunden habe ich sicherlich die "zeitgenössischen" Graffiti, wobei, was heißt schon "zeitgenössisch"?

 

 

Literatur:

Scheff, Jürgen Die Höhlen des Kartenblattes Reutlingen 7521, Laichinger Höhlenfreund 25-1978, S. 4ff.
Scheff, Jürgen Blütenpflanzen und Farne in Höhleneingängen der Mittleren Schwäbischen Alb - eine ökologisch-pflanzensoziologische Untersuchung, SBeiträge zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland Nr. 10, Stuttgart 1976, S. 6 ff.

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