Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Höhlenkinderliteratur


Was bekommt man als Kind für ein Bild von "Höhlen", wenn man aufwächst und dabei Bücher in die Hand bekommt?

Diese Frage habe ich mir schon in Bezug auf mich selber gestellt, dann weil ich Vater von zwei Kindern bin und jetzt in der glücklichen Situation bin, mit drei Enkelinnen zu leFben. 

Ich weiß, das ist ein endloses Thema. Ich werde es nur anreißen können. Aber andere können ja weitermachen.

Für Hinweise bin ich immer dankbar und werde sie sofort einarbeiten.

 

Eine kleine, allererste Literaturliste:

Bartos-Höppner, Barbara, Seelig, Renate Bergkristall - Eine Weihnachtsgeschichte, nach einer Erzählung von Adalbert Stifter, Patmos, Düsseldorf 2006 Zwei kleine Kinder geraten ausgerechnet am Heiligen Abend auf dem Rückweg von den Großeltern ins Heimatdorf beim Weg über die Berge in Bergnot. Sie haben sich im Schneesturm verlaufen. Erst geraten sie in eine Gletscherhöhle, dann in eine kleine Felsenhöhle, in der sie für die Nacht Unterschlupf finden. Am nächsten Tag irren sie weiter und werden von den nach ihnen suchenden Dörflern gefunden. 
Donaldson, Julia, Scheffler Axel The Gruffalos Child
Das Gruffalo erklärt, daß kein Gruffalo jemals seinen Fuß in den "tiefen dunklen Wald" setzen dürfe. Eines Tages ignoriert aber das Kind vom Gruffalo diese Vorschrift und geht auf Zehenspitzen in den Schnee. Die "Big Bad Mouse" existiert doch gar nicht, oder? 
Im letzten Bild schlafen das alte und das junge Gruffalo gemeinsam im Vorraum einer Höhle. Die Wände rundum sind voller Höhlenzeichnungen. Mäuse und eine Schlange sind da an die Wand gezeichnet.
Hauswaldt, Ulrike Es war ein Leuchten in der Nacht - Nach einer Weihnachtsgeschichte von Adalbert Stifter, Kerle, Freiburg-Wien-Basel, Wien 2002 Zwei kleine Kinder geraten ausgerechnet am Heiligen Abend auf dem Rückweg von den Großeltern ins Heimatdorf beim Weg über die Berge in Bergnot. Sie haben sich im Schneesturm verlaufen. Erst geraten sie in eine Gletscherhöhle, dann in eine kleine Felsenhöhle, in der sie für die Nacht Unterschlupf finden. Am nächsten Tag irren sie weiter und werden von den nach ihnen suchenden Dörflern gefunden. 
Livanios, Eleni Flora Flitzebesen - Winterzauber im Hexendorf Gegen Ende der Geschichte kommt Flora zum Dragorus-Berg. In ihm gibt es eine Drachenhöhle, deren Eingang ganz leicht zu finden war. "Es war ein rundes Loch in der Felswand, und Papa hatte ihr erklärt, dass ein gewundener schmaler Gang zur Drachenhöhle führte." (103). Auf die Felshöhle folgt eine "riesige Grotte aus Eis. Mondlicht drang schwach durch einen Spalt herein und ließ die Eiswände in kaltem Blau schimmern." (104). Es geht darum, von dem Drachen einige Schuppen zu lösen und sie nach draußen zu bringen, was gelingt..
O'Dell, Scott Die schwarze Perle Es geht um Perlentaucher am Ozean. Ramon, der Sohn des Perlenfischers Salazar, gelingt es eines Tages, die "große Perle des Himmels" aus der Höhle des Manta Diablo zu holen. Die Höhle liegt "in einer großen Höhle, du kannst sehen, gleich dort, wo man den Kanal verläßt". Sie hat auch einen zweiten Eingang, "einen geheimen, nahe der Stelle, wo man in den Kanal einbiegt" (34). Der jugendliche Held der Geschichte taucht eines Tages lange in der Höhle und löst mühsam die "große Muschel vom Fels". Da sie zu schwer für ihn ist, befestigt er sie außen am Kanu und fährt an den Strand. Dort wird die Muschel aufwendig geöffnet und eine riesige schwarze Perle kommt zum Vorschein.  Der "Alte", der dem Jungen Hinweise auf die Perle gegeben hat, bekommt Angst vor der Rache des Mantas, die dann ja tatsächlich noch kommt.
Pantermüller, Alice, Kohl, Daniela Lotta-Leben / Der Schuh des Känguru
Das Büchlein wird an Kinder verteilt, die bei McDonalds ein Kindermenü bestellen. (Trade Mark McDonalds 2018)
Oma und Opa feieren Goldene Hochzeit auf der Burg Strullenstein im Fieselgau. Papa hat "furchtbar viele Sachen organisiert". Für den Freitag, den 28. Oktober, ist eine Wanderung zu einer Fledermaushöhle geplant. "Fledermäuse...die sind ja so unheimlich. Hoffentlich kommt Mami mit zum Händchenhalten". Schon der Weg zur Höhle ist aufregend..entlang des Flusses laufen, auf einer Seilbrücke diesen überqueren, eine total enge Felsspalte durchqueren, über steile Steine hochklettern.
Die Höhle ist am Eingang ziemlich schmal, nach einer Ecke "konnten wir schon den Ausgang mehr sehen nach einer Biegung. "Unheimlich" habe sich das angefühlt. Über Felsen war zu klettern, nach rechts und links war abzubiegen, dann flackerte Papas Taschenlampe. "Mir wurde immer kribbliger". "Wir finden nie wieder raus". Dann hat jemand sich am Kopf gestoßen. Dann standen sie auf einmal in einer großen Grotte, die so hoch und breit wie ein ganzes Haus war, in der Mitte schimmerte ein kleiner See. Ein Mädchen kletterte auf "irgendwelchen Stalakmiten" (Originalschreibung) herum. Alle haben gestaunt und geguckt und keiner hat was gesagt. Bis auf einen: "Wo sind die Fledermäuse?" Keiner sieht sie. "Ich brauche gar keine Fledermäuse", sagt ein Mädchen mit zitternder Stimme. "Diese Tropfsteine.. wie eine verwunschene Kathedrale"! "Ich will aber Fledermäuse." Schließlich holt ein Mädchen ihre indische Blockflöte heraus, mit der man auch Schlangen beschwören könnte. Es blies in die Flöte, die "total schrill gefiept" hat darauf und ein unheimliches Echo erzeugte. "Und da waren sie plötzlich da! Fledermäuse. Ganz viele!" Nun wurde gekreischt, geheult, durcheinandergequiekt. Sogar ein paar Schlangen krochen nun herum. "Viel gruseliger" wurde nun dem Mädchen. "Raus". '"So schnell wie möglich sind wir alle durch den kurvigen Gang zurückgelaufen." Das Licht fing an zu flackern, dann hat es immer schwächer geleuchtet. Ein Gänsehautkichern. 
Die draußen gebliebenen Tanten und Onkels, und Mama und Papa natürlich auch. "Bist du denn wahnsinnig, Mädchen." Die Flöte wird vom Vater zur Strafe zu Zahnstochern verarbeitet.
Siegner, Ingo Der kleine Drache Kokosnuss reist in die Steinzeit
cbj, 1. Auflage 2012, München
Kokosnuss und seine Freunde reisen mit Hilfe eines "Laserphasers" um 100.000 Jahre zurück. Sie entdecken das Leben in der Steinzeit und das Geheimnis um die Herkunft der Drachen. Im Kapitel "Der Höhlenbär", S. 34ff. wird die Bärenhöhle betreten. "Alles klar, die Luft ist rein. Auf geht's". Angeblich ist der Bär nicht zuhause, aber dann halt doch. Um sich vor dem Aufgefressenwerden durch den riesengroßen Bären zu bewahren, malt der Steinzeitmensch namens Klonk ein Portrait des Bären an die Wand. "Der Bär ist zufrieden und sogar ein wenig stolz auf die Zeichnung." 

Literatur:

Bartos-Höppner, Barbara, Seelig, Renate Bergkristall - Eine Weihnachtsgeschichte, nach einer Erzählung von Adalbert Stifter, Patmos, Düsseldorf 2006
Donaldson, Julia, Scheffler Axel The Gruffalos Child, Macmillan Children'2 Books, London 2004
Hauswaldt, Ulrike Es war ein Leuchten in der Nacht - Nach einer Weihnachtsgeschichte von Adalbert Stifter, Kerle, Freiburg-Wien-Basel, Wien 2002
Livanios, Eleni Flora Flitzebesen - Winterzauber im Hexendorf, Coppenrath, 
O'Dell, Scott Die schwarze Perle, dtv junior, München, 8. Auflage 1991
Pantermüller, Alice, Kohl, Daniela Lotta-Leben / Der Schuh des Känguru, McDonalds 2018
Siegner, Ingo Der kleine Drache Kokosnuss reist in die Steinzeit, cbj, 1. Auflage 2012, München

Links:

http://www.lapetiteboite-edition.fr/prod.asp?id=130 > Gouffre de Padirac


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