Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Landschaft und Höhlen im Harz


Der höchste Berg: der Brocken

In einer Harzhöhle


Steinkirche bei Scharzfeld
Kyffhäuser
Südharz
Rübeländer Höhlen
Volkmarskeller
Höhlenwohnungen von Langenstein
Schlotten im Schaubergwerk Wettelrode
Heimkehle


  „ Der Harz gilt seit Anbeginn der Geologie als Kleinod unter den Gebirgen der Erde und wird diesen Rang stets behaupten. Denn in ihm hat uns der Schöpfer das Buch der Natur in knapper, modellklarer und meisterhaft vollendeter Form überreich an Inhalt aufgeschlagen “.

Harzgeologe K. A. LOSSEN   Diesen Satz habe ich von der Webseite "gipskarst.de" "geklaut".  


Satellitenbild des Harzes, aufgenommen in der Ausstellung über das Biosphärenreservat Südharz in Sangerhausen


Hier von der Welt geschieden,
Im Tempel der Natur,
Hier find den wahren Frieden
Des Wandrers Seele nur.
Frey von der Sinne Ketten,
Von niedrer Ehrsucht frey,
Wollt ich zu dir mich retten
Du traute Siedeley.
An deines Altars Stufen,
Ruf ich zum Schöpfer dann,
Der aus dem Nichts gerufen,
Mir zeigte deine Bahn.
In deinen dumpfen Hallen,
In deiner kühlen Gruft
Wollt ich in Staub zerfallen,
Bis mich mein Engel ruft.

Ein Gedicht von Heinrich von Kleist nach seinem Besuch der Bielshöhle 18. 6. 1798


In der im September 2002 neu erschienenen Liste der größten und tiefsten deutschen Höhlen tauchen einige Namen von Höhlen aus dem Harz auf:
- Eisensteinstollen 5063 m
- Wimmelburger Schlotten 2838 m
- Hermannshöhle 2733 m
- Heimkehle 2000 m
- Baumannshöhle 1950 m
- Schlotte am Schacht Ottiliae 1690 m
- Frankenberghöhlensystem 1620 m
- Barbarossahöhle 1100 m
- Kameruner Höhle 1100 m
- Bielshöhlensystem 1040 m
- Schlotte Froschm.-Stollen, Wimmelb. 1000 m


Ein paar Bilder aus den Harz:

Höhlen
Landschaften

unterwegs nach Stolberg, 2006

 
In der "Fachwerkstadt" Stolberg

"Der Harz erscheint als kleines Massengebirge von knapp 40 x 95 km Ausdehnung, südost-nordwest streichend zwischen 10°10' bis 10°30' östl.Länge und 51°25' bis 51°57' nördl.Breite. Wie ein Pfeiler massiert er sich vor der Nordgrenze der deutschen Mittelgebirgslandschaft! Seinen Aufbau prägen paläozoische Sedimente und Tiefengesteine. Für die Karst- und Höhlenforschung sind hierbei mitteldevonische Kalke (Iberg - Bad Grund, Elbingerode- Rübeland) von klassischer Bedeutung. Ihnen gesellen sich hinzu die Gipse und Dolomite des den südlichen Harzrand begleitenden Zechsteingürtels und der Mansfelder Mulde im Osten mit beachtlichen Höhlen- und Karsterscheinungen. Zu den Harzer Höhlengebieten kann im Süden ein Teil der Muschelkalk- Trias- Stufe und im Norden ein kleines Kreidegebiet bei Bad Harzburg gerechnet werden.

Katastermäßig erfaßt und vermessen sind in vorgenannten Gebieten rd. 170 Objekte (Höhlen) verschiedenster Art und Größe, sie verteilen sich etwa wie folgt: Iberg - Bad Grund (Devonkalk rd. 20 Höhlen; Rübeland- Elbingerode rd. 35 Höhlen darunter vier überdurchschnittlichen Ausmaßes (Baumannshöhle, Bielshöhle, Hermannshöhle, Schmiedeknechtshöhle); Südharzer Zechsteingürtel rd. 80 Höhlen, darunter Zehn überdurchschnittlichen Ausmaßes (u.a. Heimkehle mit 2 km Hauptstrecke, Himmelreichhöhle mit 80 x 170 m max. Raumgröße) Mansfelder Mulde rd. 18 Höhlen beachtlicher Ausmaße, die sog. "Schlotten" (Tiefenhöhlen im Gips), unter ihnen solche mit Hauptlängen von fast 1 km. Triasstufe (Muschelkalk, Röt) rd. 20 Höhlen; Nordharz 1 Höhle (Scharenberg)."

Diese fachlich nicht zu übertreffende Kurzcharakterisierung stammt Friedrich Stolberg aus der Webseite über den Karstwanderweg im Harz. Wer mehr darüber lesen möchte, der schaue dort nach.


Als wir am Dienstagabend, den 28. Februar 2006, nach 9 Stunden auf der Autobahn und der Landstraße von Göttingen her, endlich die Westausläufer dieses Mittelgebirges erreichten, da wollten wir nur noch "ankommen". Der "Brocken", unwichtig. Es begann wieder zu schneien, die ansteigende Straße nach Braunlage war noch ungeräumt, es hieß sehr vorsichtig zu sein. Einer vor uns war zu kess gewesen, der rote BMW lag schon links im Wald und die Feuerwehr, erkennbar an blauen Blinklicht, versuchte ihn da gerade wieder herauszubekommen. Der Schnee türmte sich zu fast 2 Meter hohen Bergen, kaum mehr jemand war unterwegs, Nacht war es inzwischen, wir streben weiter Richtung Rübeland. Es ging wieder abwärts, was weniger Schnee bedeutete. Das Ortsschild. "Baumannshöhle" war an einem Gebäude links, direkt neben der Straße zu lesen, unbeleuchtet. Rechts darauf bald der gewaltige Bahnhof, kein Mensch unterwegs, weder zu Fuß noch mit Fahrzeug. Wir suchten das Schwimmbad. Nirgends zu sehen. Der Ort war zu Ende. Wir fuhren unter einer Eisenbahnbrücke hindurch. Fels traten an die Straße heran. Irgendwann war das Wenden möglich. Kehre. Wir fuhren zurück. Im Licht des Scheinwerfers tauchte ein dekoratives Holz"kunstwerk" auf, ein kleiner weißer Zettel daran. Aussteigen, schauen, wir wußten, daß wir nun "richtig" waren: "HÖPHO 2006" stand drauf und ein Pfeil.

> HÖPHO 2006


..wird fortgesetzt und dauernd umgestaltet...


Literatur:

Knolle, Friedhart Der Südharzer Gipskarst - Synopse neuerer Entwicklungen bis zum Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz 2004, Mitteilungen Verb. dt. Höhlen- und Karstforsch. 50 (4), München 2004, S. 112-118
Völker, Reinhard Der Sulfatkarst im Südharz (Deutschland), Höhlenkundliche Mitteilungen für Wien und Niederösterreich 11-1991, S. 172ff.
Hartmann, Rainer Nematodenuntersuchung in der Jettenhöhle im Hainholz/Harz, Mitteilungen Verband Deutscher Höhlen- und Karstforser Jg. 22, Nr. 3, München 1.9.1976, S. 107-109
Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde in Niedersachsen Rettet den Lichtenstein und seine Umgebung! Mitteilungen  Niedersachsen, 3/4-1988, S. 3ff. 
Sager, Peter Wo geht's denn hier zum Brocken? Auf Harzreise im Winter - 200 Jahre nach Goethe, ZEITMAGAZIN
Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (Hrsg.) Gipskarstlandschaft Südharz – aktuelle Forschungsergebnisse und Perspektiven.- NNA-Berichte, 11. Jg., H.2, 207 S., zahlr. Abb.; Schneverdingen 1998.
Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz e.V. Der Lehmschacht im Iberg bei Bad Grund/HArz - aktuelle Erkenntnisse zur Schutzwürdigkeit als Bio- und Geotop, Mitteilungen Verband Deutscher Höhlen- und Karstforser Jg. 48, Nr. 4, München 2002,  S. 93 - 95
FLINDT, Stefan, FRICKE, Uwe, HUMMEL, S., KNOLLE, Friedhart, VLADI, Firouz & WALTER, D. Höhlen im Westharz und Kyffhäuser: Geologie, Speläologie, Archäologie.- Hrsgg. v. Landkreis Osterode am Harz in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz e.V. und dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege, 112 S., 228 Abb., Holzminden (Mitzkat) 2001
REINBOTH, F.  Die Himmelreichhöhle bei Walkenried und ihre Geschichte.- Mitt. Verb. dt. Höhlen- u. Karstforsch. 16(3/4):29-44, Nürtingen 1970
REINBOTH, F. Zur Geschichte der Höhlenforschung im Harz.- Karst und Höhle 1994/95, 63-80, München 1996
REINBOTH, F. & VLADI, Firouz Johannes Letzners Beschreibung der Steinkirche und der Einhornhöhle bei Scharzfeld.- Harz-Ztschr. 32:77-91, Braunschweig 1980
Jürgens, Karl-Heinz, Neumann-Adrian, Michael Südharz, Verlag Kommunikation und Wirtschaft, Oldenburg 1985
Flindt, Stefan Höhlen im Westharz und Kyffhäuser -Geologie, Speläologie, Archäologie.
Januar 2004
Gleim, M.J.B. "Reise nach dem Brocken, der Baumannshöhle, der Bielshöhle und der Roßtrappe"(Omne tulit punctum, qui miscuit utile dulci Lectorem delectando pariter que monendo. Hor. in Art. Poet.v.343.344.). Verlag Quedlinburg bei Friedrich Joseph Ernst 1816
Wrede, Volker Der Karst im nördlichen Harzvorland, Abhandlungen zur Karst- und Höhlenkunde, herausgegeben vom Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher München, Reihe A, Heft 13, München 1976

Links:

Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz e.V.

Einhornhöhle bei Scharzfeld-Harz

Die Einhornhöhle - die Andere Welt unter dem Harz - Cave of the unicorn

HARZPoint - Orte, Sehenswertes und Veranstaltungen rund um den Harz

Nationalpark Harz - mitten in Deutschland

harztourist

Harz24.de - Höhlen im Harz - Das regionale Infosystem für den Harz

Die Kelle - das älteste Naturdenkmal im Kreis Nordhausen

Regionen von Deutschland Der Harz

Der Harz

Heinrich von Kleist http://www.textkritik.de/bka/dokumente/dok_s/sanders.htm

http://www.fewo-tschorn.de/hoehlen.htm

http://www.knolle.privat.t-online.de/bbhoe.htm

  http://reikiausbildung.net/21.html

Willkommen bei Harzkult

 

Empfehlenswerte Literatur:

Seine Visitenkarte kennt jeder: den mythenumrankten Brocken, auf dem Hexen und andere sinistre Gestalten seit jeher ihr Unwesen treiben ... Was der Harz an ganz und gar irdischen Reizen zu bieten hat, ist dagegen weit weniger bekannt. Dabei hat Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge ein perfektes Urlaubsangebot im Programm.
  Harz
Reiter, Barbara, Wistuba, Michael, 264 Seiten, 1. Auflage, 15,90 €
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