Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Die Paganella


Der höchste Gipfel der Paganella, die "Roda" , ist heute verschandelt mit lauter Funkmasten. Jeder, der in Trient steht und westwärts schaut, kann sie sehen. Das Bergmassiv dominiert das Panorama. Steil fallen die Felswände bis ins Tal. Nach Westen hin ist es ganz anders. Da geht es ziemlich einheitlich schräg bis zum Fuß des Berges, oben bewachsen mit Latschen, später mit Nadelwald. Die Struktur läßt sich gut geologisch erklären. Auf einem Sockel aus Dolomit ruht eine mehre hundert Meter dicke Kalksteinschicht, die bei der Gebirgsbildung in die Höhe gehoben wurde.

Und genau in diesem Gestein liegt, hoch oben am Berg, eine bedeutende Höhle, die in dieser Höhe eigentlich gar nicht sein dürfte nach den heutigen Verhältnissen. Das heutige Einzugsgebiet beträgt weniger als einen Quadratkilometer, dabei  wären viel mehr notwendig, damit solche unterirdischen Strukturen sich ausbilden konnten. Sie stellt also ein letztes Relikt des Miozäns dar, einer Zeit, als die Landschaft dort noch ganz anders ausgesehen hat, die Grotta Cesare Battisti.

Die Paganella ist heute stark touristisch erschlossen. Als man früher die gut 1000 Höhenmeter zu Fuß noch hinauf mußte zum Gipfel, da war es sicherlich unvergleichlich ruhiger dort oben. Heute ist das vorbei. Es passiert durchaus, daß man ganz oben noch ein Auto der Hüttenwirte oder anderer Berechtigter fahren sieht. Schließlich führen Fahrstraßen bis in die Gipfelregion. Für das Gros der Besucher stellen die Seilbahnen wohl das Mittel der Wahl dar, um in die Höhe zu kommen. Und sie tun das sommers wie winters. Zu den Wanderern und Skifahrern haben sich insbesondere die Mountainbiker gesellt, für die es heute schon eigene Pisten gibt, die ich mich manchmal frage, wie sie überhaupt noch befahrbar sind. Man muß ja zu Fuß schon sehr darauf achten, da wieder gesund runterzukommen.

 
 
 
 
 

Literatur:

Gobetti, Andrea L'Italia in Grotta, Gremesse Editore, Roma 1991
Bini, Alfredo, Borsato, Andrea, Ischia, Nicola Morfologia ed evoluzione della Grotte Cesare Battisti (La Paganella, Trento),
Marconi, Enzo, Terzan, Paolo Paganella da parte a parte, SPELEOLOGIA 12, 1975, S. 10ff.

Links:

Consorzio Paganella Dolomiti - Andalo , Trentino (Italy). Impianti di Risalita, Alberghi, Hotels e Residence sull'altipiano della Paganella

Andalo - Fai della Paganella - Infos zum Skigebiet Andalo - Fai della Paganella - Schneehöhe, Pistenkilometer, Lifte, Kontakt... - Skiinfo

Cesare Battisti Grotte, Andalo - - Tiscover

La Grotta Cesare Battisti | S.A.T. Sezione di Arco - Società Alpinisti Tridentini

Grotta Cesare Battisti 125/VT (Trento) | Grotta Continua Trieste

Grotta Cesare Battisti: ein Album bei Flickr

Gruppo Speleologico Lavis

www.i-a-1915-918.com Webseite über Cesare Battisti

http://www.brentapaganella.it/sito/stofai.php

http://www.gruppogrotte.it/index.php?Pg=Bus+del+Giaz

Landschaft und Höhlen in Trentino


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