Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Künstliche Lourdesgrotten in Bayern und anderswo


Auf vielen meiner Streifzüge durch Bayern bin ich auf "Lourdesgrotten" gestoßen. Es gibt sie überall im Land. Mal große, prachtvolle, mal kleine. Man sollte sie nicht nach dem Motto behandeln: If you have seen one, you have seen them all. Der Reiz besteht in der leisen Differenzierung.

Bayern

 

Neuburg an der Donau, Maria-Ward-Bildungshaus,
Dachau, Klosterschule
 
Böbing
 
  Grotte an der Straße von Uffing zur B2
 
  Lourdeskapelle an einem Waldweg zwischen der Furtmühle bei Wagenhofen und Dietenhausen, Lksgrenze Dachau/Fürstenfeldbruck
 
 

Lourdesgrotte in der Nähe der Straße von Gröbenzell nach Eschenried

Lourdesgrotte bei Mittenwald 
Lourdesgrotte bei Schäftlarn


1888 auf Antrag von Mitgliedern des Frauenvereins im Roten Kreuz dort errichtet / Innenausstattung durch Josef Dirigl (Miterbauer der Linderhofgrotte) / einst mit einer richtigen Wasserzuleitung vom Pfarrhof / dem Wasser wurde Heilkraft für kranke Füße und bei Schluck- und Magenbeschwerden nachgesagt / seit 1996 gibt es "Mirakelbücher" für die Anliegen der Grottenbesucher (Sedelmeier)
Lourdesgrotte im Läuthaus des Kirchturms von Pfaffenhofen

> dem Wegweiser zur "Feldkapelle" folgen, liegt idyllisch direkt am Waldrand, 1891 wurde ein älteres Kirchengebäude zur Lourdesgrotte umgestaltet, unterhalb der Madonnenstatue entspringt Quelle, die "heilendes" Wasser liefert
Lourdesgrotte zwischen Langenpettenbach und Wagenried (Dachauer Land)
 
  Lourdesgrotte mit Quellaustritt bei der Bründl-Kapelle im sog. Breitholz nordöstlich von Haimhausen
  Lourdesgrotte bei der Wallfahrtskapelle in Tegernberg bei Rudelzhausen
    Lourdesgrotte in Deuerling (H63)
Lourdesgrotte bei Pielenhofen (F85)
 
  Kapelle bei Michelfeld (Stadt Auerbach)
    Mariengrotte am Falkenstein beim Alatsee

Lourdesgrotte in Fürstenzell bei Passau, Niederbayern

Das gelbe Haus birgt die Grotte
- 1890 initiiert, von zwei Arbeitern
für "Gottes Lohn" weitgehend geschaffen
Lourdesgrotte in Weiler / Allgäu
 
Sie wurde im Zusammenhang mit Gelübde
in der Zeit des 1. Weltkriegs errichtet
Prachtgrotte von Waltenhofen südlich von Kempten
 
  Lourdesgrotte in Maria Schnee, Unterallgäu
  Grotte bei Attenhausen, Unterallgäu
  Grotte bei Anhofen, Augsburg - Westliche Wälder
  Grotte bei Markt Wald, Augsburg Westliche Wälder
    Lourdesgrotte oberhalb des Quellaustritts beim Frauenbrünnl bei Abbach
  Grotte an der Klostermauer von Andechs
    Lourdeskapelle in Escherndorf, Unterfranken
Lourdeskapelle in Pöttmes, Schwaben
Lourdesgrotte in Rain am Lech, Schwaben
 
 
   
  Mariengrotte im Weißen Laabertal
  Mariengrotte in Dietfurt im Weißen Laabertal
Kottgeisering, Lks FFB
 
Dort gibt es eine Bründlkapelle. Im Souterain dieses Gebäudes tritt an der Seitenwand auf einer gemauerten Nische ein schmales Rinnsal zu Tage. In der gemauerten Felsnische dahinter steht eine Madonnenfigur. Der für die Verkleidung benutzte Fels ist Tuffstein. Es steht zwar nirgends ausdrücklich "Lourdes" irgendwo, aber das Sujet, Grotte, Maria, Quelle, legt die Assoziation sehr nahe. Haimhausen bei Dachau
 
Am Weg steht am Arnbacher Gassenacker die 1907 fertiggestellte Lourdeskapelle n der Nähe von Grossberghofen, Lks. Dachau
 

Im Innern ist eine Lourdesgrotte.
Hofkapelle in Purtlhof zwischen Ampermoching und Unterweilbach, Lks. Dachau

Am Ostrand von Kreuzholzhausen, Lks. Dachau
 
  Im Kleinziegenfelder Tal, Naturpark Fränkische Schweiz- Veldernsteiner Forst
beim Gasthof Weihersmühle
  Deuerling bei Regensburg

Foto: Johann Fischer

  Kloster Strahlfeld bei Roding

Baden-Württemberg


Lourdesgrotte bei Iggingen
Bei Uttenweiler
Untermarchtal

Rheinland-Pfalz

Lourdesgrotte in Eppenbrunn
  St. Martin/Weinstraße in der Nähe von Neustadt/Weinstraße

Weyher/Weinstraße
Foto Susanne Reber

Hessen

Grotte bei Dirlos in der Nähe von Fulda, Hessen

 

 

 


Österreich

Lourdesgrotte im Kunststein in Haslau-Maria Ellend an der Straße Wien - Bad Deutsch-Altenburg, A
Lourdes-Grotte im Wienerwald bei Maria Gugging, A
1925 vom damaligen Bundeskanzler Prälat Dr. Ignaz Seipel im Beisein von 50000 Gläubigen
Höfle im Leckenbachtal / Vorarlberg

Frankreich

  Lourdeskapelle in einer Baumhöhle

in der Bretagne!

Foto wurde in Bastia/Korsika gemacht

    Grotte de Notre-Dame-de-Lourdesbei Maupas, Haute-Savoie

Polen

Lourdeskapelle in Witow, Hohe Tatra

Belgien

Oostacker

Am 7. April 1875 wurde im 53. Lebensjahr Pierre de Rudder geheilt. Es war dies die erste Heilung außerhalb von Lourdes, die ohne Anwendung von Lourdeswasser eintrat und als Wunder anerkannt wurde. De Rudder hatte einen offenen Bruch beider Knochen im oberen Drittel des linken Unterschenkels mit Ausbleiben der knöchernen Überbrückung. "Plötzlich, vollständig und dauerhaft, medizinisch nicht erklärbar", so werden die Umstände seiner Heilung beschrieben. Diese Heilung wurde durch Bischof Gustave Waffelaert aus Brügge (Belgien) als Wunder anerkannt.

Italien

In Chiampo am Fuß der Lessinischen Alpen gibt es originalgetreue Kopie von Lourdes. Um den spirituellen Wert zu erhöhen, hat man einen kleinen Originalstein aus dem Originallourds dorthin verfrachtet! Schon ein erstaunlicher Ort!
Lourdesgrotte in Chiampo

Lourdesgrotte in den Monti Lessini

USA / New York

- Lourdesgrotte in der Bronx, 1939 errichtet - das "Amerikanische Lourdes"


Steigt man etwas tiefer in das Thema der Grottenmadonnen ein, dann kann man entdecken, daß es mindestens noch eine zweite Art gibt. Klassischerweise richtet sich die Darstellung der Madonna nach den Vorgaben, die sich aus den Angaben der Bernadette Soubirous von ihren Vision ergibt: Weißes Gewand, ein blaues um den Unterleib geschlungenes blaues Tuch, einen Schleier über den Kopf. Davon unterscheidet sich die Darstellung der "Mutter Gottes" von Fatima, die ein goldenes Krönlein auf dem Kopf trägt. Eine solche Figur findet sich beispielsweise in der Kapelle bei Unterumbach.


Fatimakapelle an der Straße zwischen Unterumbach und Odelzhausen, Lks Dachau
In der Nähe von Vils in Tirol
Herz-Jesu-Kapelle bei Oberroth, Landkreis Dachau
Auf Grund einer Anweisung des Erbauers der Kapelle, Sepp Haas, wurde sie 2004 neu als "Herz-Jesu-Kapelle" umgestaltet. Vorher war in Innern eine Marienkapelle mit der Figur der Madonna von Fatima. Die mit groben Steinen gestaltete Decke erinnert noch daran. Sie wurde 1949 von Haas "zur Erinnerung an den wahnsinnigen Krieg" und besonders seine Erlebnisse in Stalingrad erbaut.

 


Datierungen und Einzelheiten zu Lourdesgrotten

1868 Cruseilles, Haute-Savoie, F Errichtung und Einsegnung der ersten Lourdesgrotte
1888 Kreuzholzhausen, Lks. Dachau, Bayern Am Ostrand des Ortes wurde am Ortspfarrer Feller über einer Quelle die Kapelle errichtet.
1888 Haimhausen, Bründl-Kirche Mariä Namen, Lks. Dachau, Bayern In der schon 1734 errichteten Wallfahrtskirche wurde in diesem Jahr mit einer großen Muttergottesstatue eine Lourdesgrotte errichtet. Bis 1934 waren sie in der Kirche, später wurde die Grotte nach außen verlegt.
1891 Wagenried, Lks. Dachau, Bayern Die Brunnenkapelle zur "Unbefleckten Empfängnis" ist seit 1890/91 eine Lourdeskapelle und hat eine Marienstatue aus dem gleichen Jahr. Früher war sie die "Fallkapelle zum göttlichen Erlöser".
1893 Grossberghofen, Lks. Dachau, Bayern Nach einer Pilgerfahrt nach Lourdes faßte der Schuhmacherssohn Simon Hutter aus dem Dorf den Entschluß, in der Nähe eine Lourdeskapelle zu errichten. 1897 wurde mit dem Bau auf dem Grund und Boden der Eltern begonnen. Die Kosten für den Bau wurden aus Spenden bestritten. 1907 waren die Arbeiten beendet.
1894 Rauhenzell bei Untermaiselstein, Bayern Wilhelm Freiherr von Pappus und Trazberg widmet zum Andenken an seine Eltern und Geschwister eine Lourdes-Grotte im Buchwald. Sie wird am 25. August eingeweiht.
um 1900 Borgentreich, NRW Um das Jahr 1900 beteiligte sich die Schwester des damaligen Schulleiters, Fräulein Fiorentini, an einer Lourdes- Wallfahrt nach Frankreich. Diese Teilnahme und ihre Anwesenheit bei der Lourdes-Grotte haben sie derart beeindruckt, dass sie die Nachbildung der Lourdes-Grotte in Borgentreich sich als Ziel setzte. Sie nahm sofort mit mehreren örtlichen Bewohnern Fühlung auf und konnte auch schon bald mehrere Bürger für ihr Werk begeistern. Besonders rührig war der Heimatfreund Steinbildhauer Cl. Brilon, der mit viel Geschick sowie fachmännischem Können Planung und Leitung des Vorhabens belebte.
1901 konnte man, nachdem sich auch Schreinermeister Muhs für die Idee stark gemacht hatte, mit den Vorarbeiten beginnen. Der städtische Steinbruch, der in den Jahren 1833 - 36 die Steine für den Kirchturm geliefert hatte, stand für den Bau der Grotte zur Verfügung. Fast jede Familie stellte Mitarbeiter. Die Handwerker halfen tatkräftig mit, und viele Bauern waren mit dem Transport der Grottensteine auch aus dem Steinbruch des benachbarten Lütgeneder beschäftigt. Über 250 Fuhren waren notwendig, um der Grotte das Aussehen derjenigen von Lourdes zu geben. All die geleisteten Arbeiten waren unentgeltlich. Aber ganz ohne Geld war ein solcher Grottenbau nicht zu schaffen, da weiteres Baumaterial benötigt wurde. Die schwere Aufgabe der Geldbeschaffung übernahm Frl. Fiorentini, die es mit viel Zeit und Mühe ausgezeichnet verstand, ihre Aufgabe zu erfüllen. Nach einem Jahr Bauzeit war der Rohbau fertiggestellt. Leider kam es dann bei der Beschaffung der Muttergottesfigur zwischen Bauleiter Brilon und Frl. Fiorentini zu Differenzen, so dass jener sich zurückzog.
Im Mai 1902 wurde zunächst die Muttergottesstatue eingeweiht und in einer Grottennische aufgestellt. Der Rohbau wurde weiter vervollständigt.... Internetzitat
um 1900 Klosterschule Dachau, Bayern Errichtung eines Holzgebäudes auf dem Gelände der Klosterschule, der früher der Gebetsraum der Schule war.
1904 Purtlhof, Lks Dachau Die Hofkapelle wurde in diesem Jahr gemeinsam zwischen "Hanslbauer" und "Michlbauer" errichtet. Nach einer mündlichen Überlieferung wollte man sich damit Kindersegen erbitten, der sich dann auch eingestellt hat.
1915 St. Johann im Saggautal, Bundesland Salzburg Im Jahre 1915 stiftete das Geschwisterpaar Simon und Maria Temmel, vlg. Heintschi, das zwei Jahre später auch die Kosten für die Schaffung der beiden Sandsteinstatuen an der Kirchenfassade trug, für die Pfarrkirche eine Lourdes-Grotte mit Darstellungen der Muttergottes und der Bernadette Soubirou.
Diese Grotte wurde zuerst in der Nische, in der sich heute der nördliche Seiteneingang befindet, aufgestellt und ist erst später, der Zeitpunkt ist nicht genau bekannt, auf ihren derzeitigen Platz in dem südlich an das Vorjoch angebauten Nebenraum übertragen worden. In diesem Raum hat sich vorher mit großer Wahrscheinlichkeit eine der hl. Maria Magdalena geweihte Kapelle befunden.
1918 Hackermoos, Lks. Dachau Erbauung des kleinen Gebäudes als Votivkapelle, inzwischen fehlt die Innenausstattung
1929 Witzighausen / Hittistetten Der damalige Pfarrer Georg Willburger ließ, einer Überlieferung zufolge, die Grotte dort errichten.
1934 Lourdesgrotte im Tümmelgraben, Kanton Solothurn, CH Der 15. August 1934 war für die Pfarrei Ramiswil ein grosser Tag. Nach vielen Monaten Fronarbeit konnte die Lourdesgrotte im Tümmelgraben eingeweiht werden. Nach der Weihe in der Pfarrkirche durch Kapuzinerpater Desiderius wurden die Statuen der Muttergottes und der Bernadette Soubirous auf einem blumengeschmückten Wagen, gezogen von sechs Pferden, zur Grotte gefahren und in Begleitung von vielen Gläubigen im Felsgewölbe aufgestellt. 1934 wurde auch der Stationenweg angelegt.

Der Bau der Grotte ist der Initiative von Pfarrer Werner Liechti, Seelsorger in Ramiswil von 1933 bis 1941, zu verdanken. Zusammen mit Posthalter Josef Auf der Maur fanden sie den passenden Ort im Tümmelgraben. Auf der Maur suchte im ganzen Guldental die Steine zusammen. Die Bauern brachten sie mit Ross und Wagen zur Baustelle und halfen tüchtig mit. Der Ramiswiler Maurermeister Otto Dobler, sein Sohn Otto und ein Italiener gestalteten die Grotte nach den Plänen des Posthalters.

1934/1935 Lourdesgrotte in Eppenbrunn, Rheinland-Pfalz Als Gegenmaßnahme gegen die Aufstellung eines Hakenkreuzes auf dem Hakenkreuz-Felsen in diesem Ort im Pfälzer Wald kam dem Ortspfarrer Johannes Dauden während eines Krankenlagers die Idee, dagegen zu halten. Als Aufstellungsort "wählte er einen Punkt, den er von seinem Krankenlager im Pfarrhaus aus einsehen konnte. Als die mit der Fertigung beauftragten Gebrüder Bender das Kreuz aufstellen wollten, stießen sie beim Wegräumen von Schutt und Geröll auf einen Felsen, der sich nach dem Freilegen als ideal zur Anlage einer Grotte. anbot. Trotz der kirchenfeindlichen Politik der Nationalsozialisten fanden sich viele freiwillige Helfer bereit, an der Errichtung einer Grotte nach dem Vorbild von Lourdes (Frankreich) fleißig mitzuarbeiten. Und so entstand in den Jahren 1934/35 die Grotte in ihrer heutigen Form. Dies war in der damaligen Zeit ein großes Wagnis und mit sehr großen Risiken verbunden. Umso mehr ist es als eine große Tat gelebten Glaubens zu werden..."
Internettext
1939 Bisamberg bei Kornneuburg/NÖ „Am 6. März 1939 kommt abend ein Herr aus Korneuburg zur Lourdesgrotte. Bald darauf fällt ein Schuss. Einige Augenblicke später findet man jenen Herrn vor dem Eingang der Grotte tot auf dem Boden liegend. Wie allabendlich, brannten auch jetzt eine Anzahl Kerzen sowohl unten in der Grotte als auch oben in der Nische. Auch in den ersten Minuten nach dem Selbstmord brannten die Lichter. Plötzlich waren sämtliche Lichter ausgelöscht, obwohl vollkommene Windstille herrschte. Der Grottenvater*) verfügte, die Kerzen wieder anzuzünden, doch vergebens! Nicht eine einzige brannte! Er war gezwungen, jene Kerzen, die bei dem Selbstmord geleuchtet hatten, zu entfernen und durch andere zu ersetzen. Diese brannten dann wie gewöhnlich. Dieser Bericht ist ganz wortgetreu nach der übereinstimmenden Aussage zweier Zeugen niedergeschreiben.“
1954 Laupersdorf, Kanton Solothurn

1954 entschloss sich eine Gruppe der katholischen Jungmannschaft und einigen Männern, gemeinsam eine Andachtsstätte zu bauen. Dort, wo der Bach in der Bachtalen, aus felsigem Hang in die Waldlichtung hinunterrauscht, sprengte man eine ungefähr 2 Meter hohe und 4 Meter tiefe Einhöhlung weg. Vor der Grotte wurde eine gewölbte Brücke über den Bach erstellt.
Die künstlerische Ausstattung der Grotte, eine Marienstatue und eine Statue der Heiligen Bernadotte, oblag dem bekannten Bildhaueratelier Payer aus Einsiedeln.

1954 Heigenbrücken, Spessartgebiet, D Die Grotte wurde auf Anregung der drei Waldarbeiter Kunkel Theodor, Kunkel Anton (verstorben) und Sternheimer Ludwig, gebaut.Diese drei Personen hatten 1954 in ihrer Mittagspause den Ort (Platz) mit Wasserlauf so schön gefunden, sodass ihnen der Gedanke kam, hier könnte man eine Grotte bauen.Der damalige Forstmeister Wagemann hatte nach mehreren Gesprächen diesen Ort abgelehnt, sondern schlug die „Rundwiese“ vor. Dies wollten aber die drei Waldarbeiter durchaus nicht. Mit Hilfe von Forstwart (Revierförster) Henig, der sich sehr dafür eingesetzt hat und mit Hilfe von Pfr. Amrhein, der sich jede Woche mit Herrn Wagemann zum Kartenspielen getroffen hat, hatten die „Drei“ es geschafft, ihren vorgeschlagenen Platz zu bekommen.Worte des Herrn Wagemann: „Habt jetzt doch erreicht, was ihr wolltet.“ Die drei Waldarbeiter fingen dann gleich an, einen Weg zu graben, haben den Platz vorbereitet und die Quelle gefasst.Englert Wendelin (verstorben), Merz Engelbert und Haun Emil haben die Grotte in ihrer Freizeit unentgeltlich gemauert. Es waren aber auch viele freiwillige Helfer vor Ort. Förster Henig hatte sich sehr dafür eingesetzt. Auf seine Iniative wurden die Sandsteine im „Münzbuch“ gebrochen. Die Schwertspatsteine kamen von der Fa. Storch aus Eichenberg, auch kostenlos. Der Wiesthaler Max Kunkel hat die Steine transportiert, kostenlos, fast alles geschah unentgeltlich.Unter Regie vom Forstamt (Staat) wurden die Geländer an der Straße und der Buchenhain gepflanzt.Pfarrer Amrhein fuhr mit Ludwig Sternheimer auf dem Motorrad nach Walldürn um die Figuren (Muttergottes und die Bernadette) zu bestellen. (Ludwig war heilfroh, als sie dort ankamen, Pfr. Amrhein soll sehr flott für die damalige Zeit gefahren sein.)Die beiden Figuren wurden von den drei Waldarbeitern bezahlt.So wurde dann am 1.Mai 1955 die Grotte geweiht. Seit der Zeit findet jedes Jahr eine Wallfahrt mit Musikbegleitung – Feuerwehrkapelle zur Grotte statt. Die letzten Jahre in Verbindung mit dem Pfarrverband.Rosa Englert hat all die Jahre, bis zu ihrem Wegzug die Grotte geschmückt. Viele Jahre standen ihr auch die Familien der drei Waldarbeiter und weitere Helfer zur Seite. In den ersten Jahren haben sie die Blumen in Waschkörben zur Grotte getragen. Später als dann Kunkel Theodor und Kunkel Anton ein Auto hatten, war es für Rosa Englert etwas leichter. Seit etwa 1997 hat Irene Englert das Schmücken der Grotte übernommen.
1956 Coutouvre, Loire, F Errichtung und Einsegnung einer Lourdesgrotte
1958 Sero, Preto, San Nicolaas, Aruba Erbauung einer Lourdesgrotte in einer natürlichen Höhle auf dieser Karibikinsel. Dies geschah unter der Anleitung eines Priesters namens Erkamp und unter Mitwirkung seiner Gläubigen. Im Internet heißt es, daß die Marienerscheinung von Lourdes, nach Meinung dieser Leute, schon 1808 gewesen sei und daß sie deshalb zum 150. Jahrestag dieses Ereignisses diese Grotte errichtet hätten. Wie unterschiedlich doch die Meinungen und Zeitangaben oft sind! Es empfiehlt sich auch mal nachzusehen! Eine 700 kg schwere Statue der Maria befindet sich dort. Jeweils am 11. Februar pilgert eine Prozession von Gläubigen von der St. Theresita Kirche in San Nicolas dorthin.

 

 

 


Angeregt durch den 150ten Jahrestag der 1. Marienerscheinung in Lourdes am 11. Februar 1858 drehte der Bayerische Rundfunk einen Film über Mariengrotten in Bayern. Am 25. Januar war ich mal mit dem dreiköpfigen Drehteam unterwegs im Hinterland von Dachau bis hinauf nach Rain bei Donauwörth. Wir besuchten einige dieser Örtlichkeiten und drehten Szenen für den nicht mal 10 Minuten langen Film. Hier einige Bilder von der Tour:

 

 


 

Literatur:

Sedlmeier, Martin Wallfahrten im Landkreis Pfaffenhofen, Pfaffenhofen 2. Auflage 2002
Strauss Heilige Quellen
Scharf, Walter Zweiradexkursion 5: Tour durch die Oberpfalz, Höhlengruppe Frankenkarst, Heft 6/Jg. 1996, S. 21ff.
Luczyn, David Magisch Reisen Deutschland, Goldmann Verlag München 2001
Przybilla, Olaf Der Fluch der frommen Tat - Um die restaurierte Lourdeskapelle zur Geltung zu bringen, rodete Paul Sauer ein Biotop, Süddeutsche Zeitung 30. März 2007, S. 34
Lukan, Karl Seltsame Kultstätten - Sonderbare Heilige - Kulturhistorische Wanderungen in Österreich, Wien 1995
Harrer, Karl-Maria, zusammengestellt von Die schönsten Mariengeschichten, Miriam-Verlag, Jestetten 1971

Links:

Lourdes

Die Kirchen und Kapellen im Landkreis Dachau

http://www.ckrumlov.cz/de/mesto/histor/t_zaklmi.htm

Gutach im Breisgau Schwarzwald. Hotel Ferienwohnung Appartement Gästezimmer Pension im Breisgau-Hochschwarzwald. Hotelverzeichnis Gastgeberverzeichnis

http://www.buehlerzell.de/data/buehlerzellHeilberg.php

Lourdes-Grotte - Stadtwiki Karlsruhe

Vilters

http://kaiserstuhl.net/sw/lourdesgrotte-achkarren.htm

Bahnhof-Felsenau / Gemeinde Leuggern - L Lourdes-Grotte

http://www.sagen.at/doku/quellen/quellen_ooe/ohlsdorf.html

Kirchen & Klöster > Kellmünz , Niederrieden

Rauhenzell Ortsgeschichte

Landkreis Günzburg > Aletshausen

Nachbildung der Lourdes-Grotte > Borgentreich

Der Tannheimer Kreuzweg mit seiner Lourdes Grotte

Gamprin-Bendern Gemeindeverwaltung - Lourdes-Grotte und Kapellen / Liechtenstein

GCVTP3 - A Traditional Cache in Switzerland called Lourdes-Grotte Laupersdorf created by MiMa

Guldentaler Kalender 2003 - August  Oase der Ruhe im Tümmelgraben, Kanton Solothurn

Innen St. Johann im Saggautal

GC18HW8 - A Multi-cache in Bayern, Germany called Lourdes-Grotte created by ak8699 am Mitterhof bei Waldsassen

Radkersburger Teich & Hügelland - Freizeit Lourdesgrotte Helfbrunn

blog.citytrip.ch: Lourdes Pilgerreise mit Ablass des Papstes > Hitzkirch

Höhlenkultstätten


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