Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle
Künstliche Lourdesgrotten in Bayern und anderswo
Auf vielen meiner Streifzüge durch Bayern bin ich auf "Lourdesgrotten" gestoßen. Es gibt sie überall im Land. Mal große, prachtvolle, mal kleine. Man sollte sie nicht nach dem Motto behandeln: If you have seen one, you have seen them all. Der Reiz besteht in der leisen Differenzierung.
Bayern
| Neuburg an der Donau, Maria-Ward-Bildungshaus, | ||
| Dachau, Klosterschule | ||
| Böbing | ||
| Grotte an der Straße von Uffing zur B2 | ||
| Lourdeskapelle an einem Waldweg zwischen der Furtmühle bei Wagenhofen und Dietenhausen, Lksgrenze Dachau/Fürstenfeldbruck | ||
| Lourdesgrotte in der Nähe der Straße von Gröbenzell nach Eschenried | ||
| Lourdesgrotte bei Mittenwald | ||
| Lourdesgrotte bei Schäftlarn | ||
1888 auf Antrag von Mitgliedern des Frauenvereins im Roten Kreuz dort errichtet / Innenausstattung durch Josef Dirigl (Miterbauer der Linderhofgrotte) / einst mit einer richtigen Wasserzuleitung vom Pfarrhof / dem Wasser wurde Heilkraft für kranke Füße und bei Schluck- und Magenbeschwerden nachgesagt / seit 1996 gibt es "Mirakelbücher" für die Anliegen der Grottenbesucher (Sedelmeier) |
Lourdesgrotte im Läuthaus des Kirchturms von Pfaffenhofen | |
> dem Wegweiser zur "Feldkapelle" folgen, liegt idyllisch direkt am Waldrand, 1891 wurde ein älteres Kirchengebäude zur Lourdesgrotte umgestaltet, unterhalb der Madonnenstatue entspringt Quelle, die "heilendes" Wasser liefert |
Lourdesgrotte zwischen Langenpettenbach und Wagenried (Dachauer Land) | |
| Lourdesgrotte mit Quellaustritt bei der Bründl-Kapelle im sog. Breitholz nordöstlich von Haimhausen | ||
| Lourdesgrotte bei der Wallfahrtskapelle in Tegernberg bei Rudelzhausen | ||
| Lourdesgrotte in Deuerling (H63) | ||
| Lourdesgrotte bei Pielenhofen (F85) | ||
| Kapelle bei Michelfeld (Stadt Auerbach) | ||
| Mariengrotte am Falkenstein beim Alatsee | ||
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Lourdesgrotte in Fürstenzell bei Passau, Niederbayern |
Das gelbe Haus birgt die Grotte - 1890 initiiert, von zwei Arbeitern für "Gottes Lohn" weitgehend geschaffen |
Lourdesgrotte in Weiler / Allgäu | |
| Sie wurde im Zusammenhang mit Gelübde in der Zeit des 1. Weltkriegs errichtet |
Prachtgrotte von Waltenhofen südlich von Kempten | |
| Lourdesgrotte in Maria Schnee, Unterallgäu | ||
| Grotte bei Attenhausen, Unterallgäu | ||
| Grotte bei Anhofen, Augsburg - Westliche Wälder | ||
| Grotte bei Markt Wald, Augsburg Westliche Wälder | ||
| Lourdesgrotte oberhalb des Quellaustritts beim Frauenbrünnl bei Abbach | ||
| Grotte an der Klostermauer von Andechs | ||
| Lourdeskapelle in Escherndorf, Unterfranken | ||
| Lourdeskapelle in Pöttmes, Schwaben | ||
| Lourdesgrotte in Rain am Lech, Schwaben | ||
| Mariengrotte im Weißen Laabertal | ||
| Mariengrotte in Dietfurt im Weißen Laabertal | ||
| Kottgeisering, Lks FFB | ||
| Dort gibt es eine Bründlkapelle. Im Souterain dieses Gebäudes tritt an der Seitenwand auf einer gemauerten Nische ein schmales Rinnsal zu Tage. In der gemauerten Felsnische dahinter steht eine Madonnenfigur. Der für die Verkleidung benutzte Fels ist Tuffstein. Es steht zwar nirgends ausdrücklich "Lourdes" irgendwo, aber das Sujet, Grotte, Maria, Quelle, legt die Assoziation sehr nahe. | Haimhausen bei Dachau | |
| Am Weg steht am Arnbacher Gassenacker die 1907 fertiggestellte Lourdeskapelle | n der Nähe von Grossberghofen, Lks. Dachau | |
Im Innern ist eine Lourdesgrotte. |
Hofkapelle in Purtlhof zwischen Ampermoching und Unterweilbach, Lks. Dachau | |
| Am Ostrand von Kreuzholzhausen, Lks. Dachau | ||
| Im Kleinziegenfelder Tal, Naturpark Fränkische
Schweiz- Veldernsteiner Forst beim Gasthof Weihersmühle |
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| Deuerling bei Regensburg Foto: Johann Fischer |
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| Kloster Strahlfeld bei Roding |
Baden-Württemberg
| Lourdesgrotte bei Iggingen | ||
| Bei Uttenweiler | ||
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Untermarchtal |
Rheinland-Pfalz
| Lourdesgrotte in Eppenbrunn | |
| St. Martin/Weinstraße in der Nähe von Neustadt/Weinstraße | |
| Weyher/Weinstraße Foto Susanne Reber |
Hessen
| Grotte bei Dirlos in der Nähe von Fulda, Hessen | |
Österreich
| Lourdesgrotte im Kunststein in Haslau-Maria Ellend an der Straße Wien - Bad Deutsch-Altenburg, A | |
| Lourdes-Grotte im Wienerwald bei Maria
Gugging, A 1925 vom damaligen Bundeskanzler Prälat Dr. Ignaz Seipel im Beisein von 50000 Gläubigen |
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Höfle im Leckenbachtal / Vorarlberg |
Frankreich
| Lourdeskapelle in einer Baumhöhle in der Bretagne! Foto wurde in Bastia/Korsika gemacht |
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| Grotte de Notre-Dame-de-Lourdesbei Maupas, Haute-Savoie |
Polen
| Lourdeskapelle in Witow, Hohe Tatra |
Belgien
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Oostacker Am 7. April 1875 wurde im 53. Lebensjahr Pierre de Rudder geheilt. Es war dies die erste Heilung außerhalb von Lourdes, die ohne Anwendung von Lourdeswasser eintrat und als Wunder anerkannt wurde. De Rudder hatte einen offenen Bruch beider Knochen im oberen Drittel des linken Unterschenkels mit Ausbleiben der knöchernen Überbrückung. "Plötzlich, vollständig und dauerhaft, medizinisch nicht erklärbar", so werden die Umstände seiner Heilung beschrieben. Diese Heilung wurde durch Bischof Gustave Waffelaert aus Brügge (Belgien) als Wunder anerkannt. |
Italien
| In Chiampo am Fuß der Lessinischen Alpen gibt es
originalgetreue Kopie von Lourdes. Um den spirituellen
Wert zu erhöhen, hat man einen kleinen Originalstein aus
dem Originallourds dorthin verfrachtet! Schon ein
erstaunlicher Ort! Lourdesgrotte in Chiampo |
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| Lourdesgrotte in den Monti Lessini |
USA / New York
- Lourdesgrotte in der Bronx, 1939 errichtet - das "Amerikanische Lourdes"
Steigt man etwas tiefer in das Thema der Grottenmadonnen ein, dann kann man entdecken, daß es mindestens noch eine zweite Art gibt. Klassischerweise richtet sich die Darstellung der Madonna nach den Vorgaben, die sich aus den Angaben der Bernadette Soubirous von ihren Vision ergibt: Weißes Gewand, ein blaues um den Unterleib geschlungenes blaues Tuch, einen Schleier über den Kopf. Davon unterscheidet sich die Darstellung der "Mutter Gottes" von Fatima, die ein goldenes Krönlein auf dem Kopf trägt. Eine solche Figur findet sich beispielsweise in der Kapelle bei Unterumbach.
Fatimakapelle an der Straße zwischen Unterumbach und Odelzhausen, Lks Dachau |
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| Herz-Jesu-Kapelle bei Oberroth, Landkreis Dachau | |
| Auf Grund einer Anweisung des Erbauers der Kapelle, Sepp Haas, wurde sie 2004 neu als "Herz-Jesu-Kapelle" umgestaltet. Vorher war in Innern eine Marienkapelle mit der Figur der Madonna von Fatima. Die mit groben Steinen gestaltete Decke erinnert noch daran. Sie wurde 1949 von Haas "zur Erinnerung an den wahnsinnigen Krieg" und besonders seine Erlebnisse in Stalingrad erbaut. |
Datierungen und Einzelheiten zu Lourdesgrotten
| 1868 | Cruseilles, Haute-Savoie, F | Errichtung und Einsegnung der ersten Lourdesgrotte |
| 1888 | Kreuzholzhausen, Lks. Dachau, Bayern | Am Ostrand des Ortes wurde am Ortspfarrer Feller über einer Quelle die Kapelle errichtet. |
| 1888 | Haimhausen, Bründl-Kirche Mariä Namen, Lks. Dachau, Bayern | In der schon 1734 errichteten Wallfahrtskirche wurde in diesem Jahr mit einer großen Muttergottesstatue eine Lourdesgrotte errichtet. Bis 1934 waren sie in der Kirche, später wurde die Grotte nach außen verlegt. |
| 1891 | Wagenried, Lks. Dachau, Bayern | Die Brunnenkapelle zur "Unbefleckten Empfängnis" ist seit 1890/91 eine Lourdeskapelle und hat eine Marienstatue aus dem gleichen Jahr. Früher war sie die "Fallkapelle zum göttlichen Erlöser". |
| 1893 | Grossberghofen, Lks. Dachau, Bayern | Nach einer Pilgerfahrt nach Lourdes faßte der Schuhmacherssohn Simon Hutter aus dem Dorf den Entschluß, in der Nähe eine Lourdeskapelle zu errichten. 1897 wurde mit dem Bau auf dem Grund und Boden der Eltern begonnen. Die Kosten für den Bau wurden aus Spenden bestritten. 1907 waren die Arbeiten beendet. |
| 1894 | Rauhenzell bei Untermaiselstein, Bayern | Wilhelm Freiherr von Pappus und Trazberg widmet zum Andenken an seine Eltern und Geschwister eine Lourdes-Grotte im Buchwald. Sie wird am 25. August eingeweiht. |
| um 1900 | Borgentreich, NRW | Um das Jahr 1900 beteiligte sich die Schwester des
damaligen Schulleiters, Fräulein Fiorentini, an einer
Lourdes- Wallfahrt nach Frankreich. Diese Teilnahme und
ihre Anwesenheit bei der Lourdes-Grotte haben sie derart
beeindruckt, dass sie die Nachbildung der Lourdes-Grotte
in Borgentreich sich als Ziel setzte. Sie nahm sofort mit
mehreren örtlichen Bewohnern Fühlung auf und konnte
auch schon bald mehrere Bürger für ihr Werk begeistern.
Besonders rührig war der Heimatfreund Steinbildhauer Cl.
Brilon, der mit viel Geschick sowie fachmännischem
Können Planung und Leitung des Vorhabens belebte. 1901 konnte man, nachdem sich auch Schreinermeister Muhs für die Idee stark gemacht hatte, mit den Vorarbeiten beginnen. Der städtische Steinbruch, der in den Jahren 1833 - 36 die Steine für den Kirchturm geliefert hatte, stand für den Bau der Grotte zur Verfügung. Fast jede Familie stellte Mitarbeiter. Die Handwerker halfen tatkräftig mit, und viele Bauern waren mit dem Transport der Grottensteine auch aus dem Steinbruch des benachbarten Lütgeneder beschäftigt. Über 250 Fuhren waren notwendig, um der Grotte das Aussehen derjenigen von Lourdes zu geben. All die geleisteten Arbeiten waren unentgeltlich. Aber ganz ohne Geld war ein solcher Grottenbau nicht zu schaffen, da weiteres Baumaterial benötigt wurde. Die schwere Aufgabe der Geldbeschaffung übernahm Frl. Fiorentini, die es mit viel Zeit und Mühe ausgezeichnet verstand, ihre Aufgabe zu erfüllen. Nach einem Jahr Bauzeit war der Rohbau fertiggestellt. Leider kam es dann bei der Beschaffung der Muttergottesfigur zwischen Bauleiter Brilon und Frl. Fiorentini zu Differenzen, so dass jener sich zurückzog. Im Mai 1902 wurde zunächst die Muttergottesstatue eingeweiht und in einer Grottennische aufgestellt. Der Rohbau wurde weiter vervollständigt.... Internetzitat |
| um 1900 | Klosterschule Dachau, Bayern | Errichtung eines Holzgebäudes auf dem Gelände der Klosterschule, der früher der Gebetsraum der Schule war. |
| 1904 | Purtlhof, Lks Dachau | Die Hofkapelle wurde in diesem Jahr gemeinsam zwischen "Hanslbauer" und "Michlbauer" errichtet. Nach einer mündlichen Überlieferung wollte man sich damit Kindersegen erbitten, der sich dann auch eingestellt hat. |
| 1915 | St. Johann im Saggautal, Bundesland Salzburg | Im Jahre 1915 stiftete
das Geschwisterpaar Simon und Maria Temmel, vlg.
Heintschi, das zwei Jahre später auch die Kosten für
die Schaffung der beiden Sandsteinstatuen an der
Kirchenfassade trug, für die Pfarrkirche eine
Lourdes-Grotte mit Darstellungen der Muttergottes und der
Bernadette Soubirou. Diese Grotte wurde zuerst in der Nische, in der sich heute der nördliche Seiteneingang befindet, aufgestellt und ist erst später, der Zeitpunkt ist nicht genau bekannt, auf ihren derzeitigen Platz in dem südlich an das Vorjoch angebauten Nebenraum übertragen worden. In diesem Raum hat sich vorher mit großer Wahrscheinlichkeit eine der hl. Maria Magdalena geweihte Kapelle befunden. |
| 1918 | Hackermoos, Lks. Dachau | Erbauung des kleinen Gebäudes als Votivkapelle, inzwischen fehlt die Innenausstattung |
| 1929 | Witzighausen / Hittistetten | Der damalige Pfarrer Georg Willburger ließ, einer Überlieferung zufolge, die Grotte dort errichten. |
| 1934 | Lourdesgrotte im Tümmelgraben, Kanton Solothurn, CH | Der 15. August
1934 war für die Pfarrei Ramiswil ein grosser Tag. Nach
vielen Monaten Fronarbeit konnte die Lourdesgrotte im
Tümmelgraben eingeweiht werden. Nach der Weihe in der
Pfarrkirche durch Kapuzinerpater Desiderius wurden die
Statuen der Muttergottes und der Bernadette Soubirous auf einem
blumengeschmückten Wagen, gezogen von sechs Pferden, zur
Grotte gefahren und in Begleitung von vielen Gläubigen
im Felsgewölbe aufgestellt. 1934 wurde auch der
Stationenweg angelegt. Der Bau der Grotte ist der Initiative von Pfarrer Werner Liechti, Seelsorger in Ramiswil von 1933 bis 1941, zu verdanken. Zusammen mit Posthalter Josef Auf der Maur fanden sie den passenden Ort im Tümmelgraben. Auf der Maur suchte im ganzen Guldental die Steine zusammen. Die Bauern brachten sie mit Ross und Wagen zur Baustelle und halfen tüchtig mit. Der Ramiswiler Maurermeister Otto Dobler, sein Sohn Otto und ein Italiener gestalteten die Grotte nach den Plänen des Posthalters. |
| 1934/1935 | Lourdesgrotte in Eppenbrunn, Rheinland-Pfalz | Als Gegenmaßnahme gegen die Aufstellung eines
Hakenkreuzes auf dem Hakenkreuz-Felsen in diesem Ort im
Pfälzer Wald kam dem Ortspfarrer Johannes Dauden
während eines Krankenlagers die Idee, dagegen zu halten.
Als Aufstellungsort "wählte er einen Punkt, den er
von seinem Krankenlager im Pfarrhaus aus einsehen konnte.
Als die mit der Fertigung beauftragten Gebrüder Bender
das Kreuz aufstellen wollten, stießen sie beim
Wegräumen von Schutt und Geröll auf einen Felsen, der
sich nach dem Freilegen als ideal zur Anlage einer
Grotte. anbot. Trotz der kirchenfeindlichen Politik der
Nationalsozialisten fanden sich viele freiwillige Helfer
bereit, an der Errichtung einer Grotte nach dem Vorbild
von Lourdes (Frankreich) fleißig mitzuarbeiten. Und so
entstand in den Jahren 1934/35 die Grotte in ihrer
heutigen Form. Dies war in der damaligen Zeit ein großes
Wagnis und mit sehr großen Risiken verbunden. Umso mehr
ist es als eine große Tat gelebten Glaubens zu
werden..." Internettext |
| 1939 | Bisamberg bei Kornneuburg/NÖ | Am 6. März 1939 kommt abend ein Herr aus Korneuburg zur Lourdesgrotte. Bald darauf fällt ein Schuss. Einige Augenblicke später findet man jenen Herrn vor dem Eingang der Grotte tot auf dem Boden liegend. Wie allabendlich, brannten auch jetzt eine Anzahl Kerzen sowohl unten in der Grotte als auch oben in der Nische. Auch in den ersten Minuten nach dem Selbstmord brannten die Lichter. Plötzlich waren sämtliche Lichter ausgelöscht, obwohl vollkommene Windstille herrschte. Der Grottenvater*) verfügte, die Kerzen wieder anzuzünden, doch vergebens! Nicht eine einzige brannte! Er war gezwungen, jene Kerzen, die bei dem Selbstmord geleuchtet hatten, zu entfernen und durch andere zu ersetzen. Diese brannten dann wie gewöhnlich. Dieser Bericht ist ganz wortgetreu nach der übereinstimmenden Aussage zweier Zeugen niedergeschreiben. |
| 1954 | Laupersdorf, Kanton Solothurn |
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| 1954 | Heigenbrücken, Spessartgebiet, D | Die Grotte wurde auf Anregung der drei Waldarbeiter Kunkel Theodor, Kunkel Anton (verstorben) und Sternheimer Ludwig, gebaut.Diese drei Personen hatten 1954 in ihrer Mittagspause den Ort (Platz) mit Wasserlauf so schön gefunden, sodass ihnen der Gedanke kam, hier könnte man eine Grotte bauen.Der damalige Forstmeister Wagemann hatte nach mehreren Gesprächen diesen Ort abgelehnt, sondern schlug die Rundwiese vor. Dies wollten aber die drei Waldarbeiter durchaus nicht. Mit Hilfe von Forstwart (Revierförster) Henig, der sich sehr dafür eingesetzt hat und mit Hilfe von Pfr. Amrhein, der sich jede Woche mit Herrn Wagemann zum Kartenspielen getroffen hat, hatten die Drei es geschafft, ihren vorgeschlagenen Platz zu bekommen.Worte des Herrn Wagemann: Habt jetzt doch erreicht, was ihr wolltet. Die drei Waldarbeiter fingen dann gleich an, einen Weg zu graben, haben den Platz vorbereitet und die Quelle gefasst.Englert Wendelin (verstorben), Merz Engelbert und Haun Emil haben die Grotte in ihrer Freizeit unentgeltlich gemauert. Es waren aber auch viele freiwillige Helfer vor Ort. Förster Henig hatte sich sehr dafür eingesetzt. Auf seine Iniative wurden die Sandsteine im Münzbuch gebrochen. Die Schwertspatsteine kamen von der Fa. Storch aus Eichenberg, auch kostenlos. Der Wiesthaler Max Kunkel hat die Steine transportiert, kostenlos, fast alles geschah unentgeltlich.Unter Regie vom Forstamt (Staat) wurden die Geländer an der Straße und der Buchenhain gepflanzt.Pfarrer Amrhein fuhr mit Ludwig Sternheimer auf dem Motorrad nach Walldürn um die Figuren (Muttergottes und die Bernadette) zu bestellen. (Ludwig war heilfroh, als sie dort ankamen, Pfr. Amrhein soll sehr flott für die damalige Zeit gefahren sein.)Die beiden Figuren wurden von den drei Waldarbeitern bezahlt.So wurde dann am 1.Mai 1955 die Grotte geweiht. Seit der Zeit findet jedes Jahr eine Wallfahrt mit Musikbegleitung Feuerwehrkapelle zur Grotte statt. Die letzten Jahre in Verbindung mit dem Pfarrverband.Rosa Englert hat all die Jahre, bis zu ihrem Wegzug die Grotte geschmückt. Viele Jahre standen ihr auch die Familien der drei Waldarbeiter und weitere Helfer zur Seite. In den ersten Jahren haben sie die Blumen in Waschkörben zur Grotte getragen. Später als dann Kunkel Theodor und Kunkel Anton ein Auto hatten, war es für Rosa Englert etwas leichter. Seit etwa 1997 hat Irene Englert das Schmücken der Grotte übernommen. |
| 1956 | Coutouvre, Loire, F | Errichtung und Einsegnung einer Lourdesgrotte |
| 1958 | Sero, Preto, San Nicolaas, Aruba | Erbauung einer Lourdesgrotte in einer natürlichen Höhle auf dieser Karibikinsel. Dies geschah unter der Anleitung eines Priesters namens Erkamp und unter Mitwirkung seiner Gläubigen. Im Internet heißt es, daß die Marienerscheinung von Lourdes, nach Meinung dieser Leute, schon 1808 gewesen sei und daß sie deshalb zum 150. Jahrestag dieses Ereignisses diese Grotte errichtet hätten. Wie unterschiedlich doch die Meinungen und Zeitangaben oft sind! Es empfiehlt sich auch mal nachzusehen! Eine 700 kg schwere Statue der Maria befindet sich dort. Jeweils am 11. Februar pilgert eine Prozession von Gläubigen von der St. Theresita Kirche in San Nicolas dorthin. |
Angeregt durch den 150ten Jahrestag der 1. Marienerscheinung in Lourdes am 11. Februar 1858 drehte der Bayerische Rundfunk einen Film über Mariengrotten in Bayern. Am 25. Januar war ich mal mit dem dreiköpfigen Drehteam unterwegs im Hinterland von Dachau bis hinauf nach Rain bei Donauwörth. Wir besuchten einige dieser Örtlichkeiten und drehten Szenen für den nicht mal 10 Minuten langen Film. Hier einige Bilder von der Tour:
Literatur:
| Sedlmeier, Martin | Wallfahrten im Landkreis Pfaffenhofen, Pfaffenhofen 2. Auflage 2002 |
| Strauss | Heilige Quellen |
| Scharf, Walter | Zweiradexkursion 5: Tour durch die Oberpfalz, Höhlengruppe Frankenkarst, Heft 6/Jg. 1996, S. 21ff. |
| Luczyn, David | Magisch Reisen Deutschland, Goldmann Verlag München 2001 |
| Przybilla, Olaf | Der Fluch der frommen Tat - Um die restaurierte Lourdeskapelle zur Geltung zu bringen, rodete Paul Sauer ein Biotop, Süddeutsche Zeitung 30. März 2007, S. 34 |
| Lukan, Karl | Seltsame Kultstätten - Sonderbare Heilige - Kulturhistorische Wanderungen in Österreich, Wien 1995 |
| Harrer, Karl-Maria, zusammengestellt von | Die schönsten Mariengeschichten, Miriam-Verlag, Jestetten 1971 |
Links:
Die Kirchen und Kapellen im Landkreis Dachau
http://www.ckrumlov.cz/de/mesto/histor/t_zaklmi.htm
http://www.buehlerzell.de/data/buehlerzellHeilberg.php
Lourdes-Grotte - Stadtwiki Karlsruhe
http://kaiserstuhl.net/sw/lourdesgrotte-achkarren.htm
Bahnhof-Felsenau / Gemeinde Leuggern - L Lourdes-Grotte
http://www.sagen.at/doku/quellen/quellen_ooe/ohlsdorf.html
Kirchen & Klöster > Kellmünz , Niederrieden
Landkreis Günzburg > Aletshausen
Nachbildung der Lourdes-Grotte > Borgentreich
Der Tannheimer Kreuzweg mit seiner Lourdes Grotte
Gamprin-Bendern Gemeindeverwaltung - Lourdes-Grotte und Kapellen / Liechtenstein
GCVTP3 - A Traditional Cache in Switzerland called Lourdes-Grotte Laupersdorf created by MiMa
Guldentaler Kalender 2003 - August Oase der Ruhe im Tümmelgraben, Kanton Solothurn
Innen St. Johann im Saggautal
GC18HW8 - A Multi-cache in Bayern, Germany called Lourdes-Grotte created by ak8699 am Mitterhof bei Waldsassen
Radkersburger Teich & Hügelland - Freizeit Lourdesgrotte Helfbrunn
blog.citytrip.ch: Lourdes Pilgerreise mit Ablass des Papstes > Hitzkirch
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