Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Meditation und Höhle


"Reaction level's much too high - I can do without the stimuli." - Peter Gabriel in: "Lay your hands on me"


http://schulerloch.de/hoehle/unterirdisch/meditieren-energie-tanken/ > bietet regelmäßig Höhlenmeditationen an!


 

Beim 9. Treffen der Arbeitsgemeinschaft Höhle-Religion-Psyche im Kloster Sankt Claret bei Ulm Ende April/Anfang Mai 1998 wurde dort von mir ein Vortrag zu diesem Thema gehalten. Der ausführliche Text dazu ist in der

"Tagungsmappe 1998 - Reise nach Innen"

enthalten.

Hier ein Auszug daraus:

"Meditation in Höhlen

Das gibt es inzwischen auch schon im kommerziellen Angebot. Im Schulerloch/Altmühltal/Bayern wird an jedem ersten Sonntag im Monat nach der letzten Führung eine Meditation angeboten. Das Programm:

 

15 Minuten Didgeridoo

15 Minuten Einführung in die Meditation

20 Minuten Meditation.

 

Man solle sich warm kleiden und einen Hocker mitbringen. Außerdem solle man eine Kopfbedeckung wegen der Wassertropfen aufhaben. Der Preis ist 5 DM pro Person.

 

In dem Faltblatt, das für dieses Angebot herausgegeben wurde, liest sich die Hinführung wie folgt:

 

In der Höhle schwindet

das Gefühl für die Zeit.

Was draußen abläuft,

wird bedeutungslos.

Wir tanken Kraft,

Selbstvertrauen und

Selbstbewußtsein

in der Geborgenheit

der Höhle.

 

Ein anderes Angebot zur Höhlenmeditation vom 23.-26. Juli 1992 wurde wie folgt angekündigt:

"3 Tage Dunkelheit, 3 Tage Schweigen, 3 Tage Fasten.

Kunsterlebnis, Lichtrausch, Wiedergeburt - der Pfad

der Einweihung führt ins Innere der Erde und jeder

erlebt ihn anders.

Das Ausschalten der Reize und das Brechen von Gewohnheiten schafft Klärung und Klarheit. Die Überwindung

weckt starke Kräfte. Vieles Wird nachher um vieles

leichter."

 

Durch Zufall erfuhren wir, wo dieses von einem "Sven Müller, 37 Jahre alt" geleitete Seminar denn stattfinden sollte, in der Schillerhöhle auf der Schwäbischen Alb. Hoffentlich sind in diesen 3 Tagen nicht zu viele Leute als Besucher vorbeigekommen und haben das kontemplative Erlebnis gestört.

Auf Lanzarote werden von Ramoda Austermann Seminare zum Thema "Stirb, bevor Du stirbst" in Sufitradition angeboten, wobei als Höhepunkt ein dreitägiger Höhlenaufenthalt steht, der mit völligem Alleinsein und fast dauernder Finsternis verbunden ist. In einem Erlebnisbericht von Parmodini Oppermann beschreibt sie als das größte Geschenk, das sie aus der Höhle mitgebracht habe: "Es ist so unbeschreiblich schön, einfach da zu sein. Keine Gedanken mehr. Ich bin - und das ist völlig ausreichend."

Auch in Italien gibt es Menschen, die es Höhlen zum Meditieren zieht. Eine Höhlenforschergruppe aus Biel hat sich Gedanken dazu gemacht: "Viele Leser wären überrascht, wenn sie wüßten, wie viele Biellesi mit großer Häufigkeit Meditationstechniken praktizieren. Nicht immer finden sie allerdings eine ruhige, für diesen Zweck geeignete Umgebung.

Warum versuchen sie es nicht mit jenem Ort, der in der Geschichte der Mystik immer der vollkommenste war, die Höhle? Ein Versuch würde sich lohnen.

Wer weiß, ob nicht die Zukunft sogar eine Zusammenarbeit zwischen den Höhlenforschern des G.B.Bi. und Meditierenden, den Anhängern des San Emiliano vielleicht, bereithält?

In der Höhle zu meditieren, muß wunderschön sein; die Meditation ist eine Höhle. "In der Meditationshöhle, oh Gott, laß mich deine Stimme hören" betete Paramahansa Yogananda."

Die größte Tradition hat der Rückzug in eine Höhle zu Meditationszwecken im Buddhismus. Von vielen Höhlen etwa heißt es, dort habe Milarepa sich aufgehalten:

 

"Zutulpuk Gompa, das Kloster der Wunderhöhle, lag ein paar Stunden Weges talauswärts. Auch hier hatte einen seiner zahlreichen Siege über den Bönpo-Schamanen errungen. Die Meditationshöhle Milas ist heute der Hauptschrein der Gompa. Zuerst, berichtet die Sage, habe er sein Felsloch für zu eng befunden und die Decke einfach hochgedrückt. Dann aber sei sie ihm - auch Zauberer können sich irren - ungemütlich weit und zugig vorgekommen. Also sei er auf den Felsen geklettert und habe diesen wieder etwas tiefer gestampft und seine Hand- und Fußabdrücke sind heute noch zu sehen. In der kleinen Höhle knieten die Pilger, um ein Bildnis des Milarepa zu verehren, das den Heiligen, in charakteristischer Pose sitzend, zeigt: die hohle Rechte hinter dem Ohr, wie einer inneren Stimme lauschend."

 

Im Süden des Manasarovar, einem Berg in Tibet, soll er sich auf den Tod vorbereitet haben.

 

Auch von anderen buddhistischen Heiligen heißt es, sie hätten Höhlen zur Meditation aufgesucht. Zwei seien hier stellvertretend angeführt, Gesar und Gotsangpa, die uns Reinhold Messner wie folgt vorstellt:

 

"Gesar wird älter, die Zahl seiner Frauen schrumpft, er bestellt sein Haus ....sucht seine Weltformel. Um weiter darüber nachzudenken, zieht er sich in die Einsamkeit zurück. In den Grotten des Berges, "dessen Spitze den Himmel berührt", meditiert und lehrt er. Seine Getreuen sind bei ihm, behüten und beflügeln sein Denken.

Nach 3 Jahren der Meditation kommt er zu dem Ergebnis, das uns den Helden Gesar vergessen und den Menschen Gesar achten läßt. In Form eines Wunsches hinterläßt er seine Botschaft an die gesamte Menschheit und für alle Zeiten:

"Auf daß von den Bergen die einen nicht hoch und die andern nicht niedrig seien;

auf daß unter den Menschen die einen nicht mehr mächtig und die andern nicht mehr machtlos seien;

auf daß an den Gütern bei den einen nicht Überfluß herrsche und bei den andern Mangel;

auf daß das Hochland keine Täler und keine Erhebungen habe;

auf daß die Ebene nicht überall flach sei;

auf daß alle Lebewesen glücklich seien!"

Nach dieser Aussage, Jahrtausende vor Marx und Mao gedacht, stirbt er und kehrt in den Himmel zurück, von wo er gekommen ist."

 

"Dirapuk bedeutet "Höhle des Yakkuh-Horns", und der kleine Tempel des Klosters ist um eine Felshöhle herum gebaut, der Wände die Dellen der Dri-Hörner aufweisen. Auf dem Altar steht das puppenähnliche Bildnis von Gotsangpa, dem Entdecker des Kailashweges. Auch seine Geschichte ist eine typische Mischung aus Mythos und Faktum. Nach den Berichten der Kargyu-Sekte lebte ein berühmter Mönch namens Gotsangpa von 1213 bis 1217 tatsächlich in einer Höhle am Kailas. Der Sage wiederum schildert Gotsangpa als Pilgermönch, der zum Manasarowar reiste. Bei seiner Rückkehr rastete er am Eingang des großen Lha Tschu-Canyons und schickt sich an, Tee zu kochen - doch war der Ort so heilig, daß er keinen einzigen Stein fand, um seinen Kessel darauf zu setzen; jeder Stein, den er aufhob, trug ein heiliges Mantra. Gotsangpa verließ sein Feuer und machte sich auf die Reise um den Berg, wobei ihm viele, in Tiergestalt verkleidete Gottheiten leiteten. Über die ganze Länge des Lha Tschu-Tales jagte er einer Yakkuh nach: In der Höhle von Dirapuk in die Enge getrieben, offenbarte sie ihre wahre Natur als Dakini, als einer der zahllosen weiblichen Geisterwesen, Hüterin der mystischen Eingebung."

 

Von Chattar Rinpoche, einem buddhistischen Geistlichen der Ningmapa-Linie heißt es, daß "er die Stellen, an den Padma Sambhave und Milarepa meditierten hatten, besuchte. Mit zwei Eseln, von denen einer meine Bücher und der andere seinen Proviant trugen, zog er in den Bergen von Grotte zu Grotte, bis er Erleuchtung erlangte".

 

In einem Buch hat Werner Sprenger seine Erfahrungen während einer längeren Höhlenmeditation in Indien verarbeitet. Ein paar Auszüge daraus:

 

Ankunft

 

"Ich sitze in meiner Höhle. Vor drei Wochen entdeckte ich diese Höhle. Sie war leer und doch bereit für mich. Ich trat ein mit dem Gefühl, zu Hause zu sein, erwartet zu sein. Es war Frühabend, und ich dachte daran, am nächsten Morgen weiterzuwandern. Der kleine Vorplatz der Höhle war sorgfältig mit Steinen am Flußufer ausgelegt. Ich erkannte Mandalafiguren. Obwohl es mich nicht verwundert hätte, wenn der Bewohner der Höhle plötzlich zurückgekommen wäre, so wußte ich doch gleichzeitig, er würde nicht zurückkommen. Ich fühlte, er hatte seine Höhle verlassen, genau so wie ich sie verlassen würde für den nächsten Pilger.

 

Abendmeditation

 

"In der Meditation am ersten Abend in dieser Höhle begegnete ich jenen Menschen, denen ich mich am tiefsten verbunden fühle. Und ich war erstaunt über die Gefühle, die diese Begegnung in mir auslöste. ..

 

Höhlendefinition aus der Meditation heraus

 

Die Höhle ist kein Versteck.

Die Höhle ist ein Berg.

Die Höhle ist ein Basislager

für den Aufstieg zum Gipfel.

..die Höhle ist Gegenwart,

dichte Gegenwart.

Auch ein Spiegel ist die Höhle.

Ich sehe darin, war ich bin.

Ich werde mir darin sichtbar

wie noch nie zuvor,

Auch ein mir endlich erfüllter Wunsch

ist die Höhle.

..und ein großes Wagnis ist die Höhle.

 

Höhlenzeichnungen

 

Die Höhle malt ich an ihre 4 Wände,

malt den Teufel an die Wand,

auch außerhalb der Geisterstunden,

auch mittags oder morgens oder abends.

Höhlenzeichnungen.

 

Daniel Gebauer zitiert in seinem Buch über die Höhlen Indiens und Nepals einen indischen Polizeihauptmann mit folgenden Worten: "Ja, ja, ich weiß. Ich geh’ auch oft in Höhlen, du brauchst dein Mißtrauen nicht zu verbergen! Ich nehme mir meine Paraffinöllampe und geht - ein gut Stück weit - in die Höhle rein. Ich weiß, was du machst. Ich suche mir eine trockene Stelle, flach, mit nicht zu großen Steinen. Dann lösche ich das Licht. Und sitze. Ich weiß, was Höhlen sind. Die geballten Kräfte des Alls häufen sich verstärkt in den Eingeweiden der Erde - nehmen wir Milch mit oder besser Molke?"

In der Autobiographie von Paramahansa Yogananda heißt es: "Kurz  nach meiner Heilung durch das Gurubild hatte ich eine Vision von nachhaltiger Wirkung. Als ich eines Morgens auf meinem Bett saß, verfiel ich in eine tiefe Träumerei. "Was befindet sich hinter dem Dunkel der geschlossenen Augen?" Dieser Gedanke tauchte plötzlich in mir auf und ließ mich nicht mehr los. Und sogleich flammte vor meinem inneren Auge ein gewaltiges Licht auf. Gestalten von Heiligen, die meditierend in ihren BERGHÖHLEN saßen, erschienen gleich Miniatur-Filmbildern auf dem weiten Lichtschirm, der sich hinter meiner Stirn ausbreitete. "Wer seid ihr?" fragte ich laut. "Wir sind die Yogis im Himalaya." Diese kaum zu beschreibende himmlische Antwort ließ mein Herz vor Freude erzittern." (S. 21)

Eine ziemlich nüchterne Einschätzung des Wunsches, sich in eine Höhle zur Meditation zurückzuziehen, gibt Arthur Koestler: "Der Westen sah in "den höhlenbewohnenden Einsiedlern typische Vertreter einer Nation, die stille Meditation über alles stellt; in Wirklichkeit sind sie die Ausnahmen, Rebellen gegen die Entwürdigung der Religion, die sich in die Wildnis flüchten, weil die indische Lebensform ein kontemplatives Dasein unmöglich macht." Das indische Familienleben (der Mann ist selten mit seiner Frau allein), das durch einen Mangel an Zurückgezogenheit charakterisiert sei, und die "lärmende Profanierung der Tempel, wo man niemals mit seinem Gott allein sei - ist das der wirkliche Hintergrund für die "wichtige Rolle der höhlenbewohnenden Einsiedler in der indischen Folklore"?

Zuletzt sei noch ein gewisser Garfield hier angeführt, der in einer Meditationsanleitung über das "Sitzen in Höhlen" einem gewissen Publikum ein Bild von Höhlen vermittelt, die jedem, der sich etwas besser mit Höhlen auskennt, nur über den Rücken hinunter schicken kann.

Der Aufenthalt in einer Höhle sei "etwas, das Sie nicht ohne Anleitung und gründliche Vorbereitung unternehmen sollten." Da stellt sich schon die Frage, wo es denn solche "Fachleute" heute gibt. Ehrlich gesagt habe ich bislang noch keinen einzigen bis heute kennengelernt und beschäftigen tut uns ja das Thema schon viele Jahre. Zum Motiv für die Aufsuchung der Höhle schreibt er folgendes: "Leute gehen in Höhlen, um vom Licht und Lärm abgeschlossen zu sein und wegen der Energieerneuerung, die sie ermöglichen." "Energieerneuerung" - welche denn? Und zu den Wirkungen führt er aus: "In einer Höhle kann man wahnsinnig werden oder sich verirren, denn wenn man erst einmal im Inneren ist, verliert man schnell den Orientierungssinn...". Bislang habe ich noch keinen erlebt, der wahnsinnig geworden wäre! Mit welchem Spezialisten wir es da zu tun haben, zeigen die Aufzeichnungen über das Vordringen in die Höhle: "Wer intelligent ist, bringt auch ein Seil mit, ein paar Pflöcke, eine langen Spazierstock und eine große Taschenlampe. Eine Trillerpfeife, um den Hals gehängt und ein Kompaß sind ebenfalls unverzichtbare Notvorkehrungen...." Wenn das Leute lesen und mit diesen Ratschlägen versehen losziehen, um in einer Höhle zu meditieren, dann Gute Nacht!

Im Sommer 2006 wurde ich einmal angerufen, ob ich nicht bei uns in Bayern eine Höhle wüßte, wo man meditieren könne. Nach einigen Erkundigungen stellte sich heraus, daß da eine Gruppe, die buddhistischen Vorstellungen anhängt und sich mit dem Namen "Milarepa" identifiziert, auf der Suche nach einer geeigneten Meditationsstätte war. Ausgerechnet war auch gerade ihr Guru aus Nepal in Deutschland. Nach einer persönlichen Begegnung wurde ich immer skeptischer, aber ich wollte ihnen die wenigen mir geeignet erscheinenden Örtlichkeiten doch zeigen. Als dann auch die Rede davon war, sich diese Höhle doch gleich zu kaufen, um sie zu einem Meditationszentrum zu entwickeln, Geld sei kein Problem, wurde ich noch skeptischer. Tatsächlich wurde dann nichts aus unserer Tour, weil der Guru nicht an unsere zeitlichen Vereinbarungen gehalten hatte und auf einmal in Füssen irgendwo sich aufhielt. Eines wurde mir dabei klar. Wenn man sich die alten Texte ansieht, dann wird die Örtlichkeit in die englische Sprache gerne mit "cave" übersetzt und dann weiter ins Deutsche mit "Höhle". Tatsächlich ist das aber meist nicht gemeint. "Höhlen" in unserem Sinne sind das meistens nicht, besser sollte man schon von "Felsdächern" sprechen. Da ist man vor Wind und Regen etwas geschützt, aber den besonderen Gegebenheiten der Finsternis und der Kälte ist man meist noch nicht ausgesetzt. Und man muß sich nur das Ausscheidungsproblem bei einem längeren Höhlenaufenthalt vorstellen, dann weiß man, daß das so zum Naserümpfen wird, daß man gerne darauf verzichten kann.
Ein Beispiel für so eine "Meditationshöhle" liefert die Schilderung "Lehrzeit in den Höhlen" von Ian Baker, die in dem Buch "Das Herz der Welt" abgedruckt ist. Er wird von einem Pema Rigdzin in die Wälder hoch über dem Malemchi Khola in Nepal geführt. Es geht bewachsene Steilhänge hinauf und auf "schmalen, brüchigen Schieferbändern". Als sie schließlich "zu einer flachen Höhle am Hang hoch über Neding gelangten", verkündete der Führer, daß dies die gesuchte "Höhle" sei. "Wir räumten haufenweise scharf riechendes, verfilztes Gras aus der Höhle". Als erstes baute sich Baker aus Felsbrocken eine "primitive Feuerstelle und ein Gestell zum Trocknen der nassen Holzscheite". Er ebnete den Höhlenboden mit Steinen und Kiefernzweigen und knüpfte ein Tuch an eine Bambusstange, die er über der Höhle in den Hang pflanzte. Dort richtete er sich auf einen Monat Einsamkeit ein. Meistens regnete es dort, und, wenn der Wind wehte, mußte er die Feuerstelle mit seinem Poncho abdecken und sich an die Rückwand der flachen Höhle pressen, "um nicht völlig durchnäßt zu werden". Nun tief kann die nicht gewesen sein! Von Komfort kann da nicht die Rede sein und so ist nicht verwunderlich, daß er schreibt: "Von meiner Warte in der Höhle aus war die verborgene Weisheit, die König Lear als einem "unaccommodated man" in einer armseligen Hütte auf der Heide zuteil wird, nicht unähnlich.."

 

Einen gelungenen bildlichen Ausdruck haben die Vorstellungen von "Höhlen und Meditation" auf einem Plattencover der Firma SILENZIO gefunden. Es stammt von der CD "Stillpoint - A Compilation", die eine Auswahl von Gabrielle Roths Musikstücken ist, bestellbar unter der Nr. CD 02067:

.....


Literaturangaben im Tagungsband


Manfred Moser hat mir aus Indien 2001 ein paar Postkarten mitgebracht, die dort überall erhältlich sind. Sie zeigen "Sadhus" in Höhlen. Eine davon hat auf der Rückseite folgenden Text: "A Himalayan ascetic and his pupil meditate in this remote cave in the Himalayas. Such 'yogis' roam the length and breath of the Himalaya seeking enlightenment." Sie haben alle ein großes Vorbild: Buddha. Seine grüne Körperfarbe komme daher, daß er einen Topf mit gekochten Pflanzen über sich beschüttet bekommen habe, manche übersetzen das lokale Wort ins Deutsche mit "Brennesseln".


Höhle und Meditation - das gibt es auch im Angebot eines der größten Anbieters von Trekking-Reisen:

Die Firma "Hauser exkursionen" bot unter dem Motto "Meditation und Wandern" vom 21.10. bis 5.11. und vom 11.11. bis 26.11. 2004 nach Thailand an. Am 9. Tag der Exkursion geht es nach Chiang Dao, wo der Tempel besucht wird und die Tropfsteinhöhle Chiang Dao..., Infos b-luderer@hauser-exkursionen.de. Hier wurde mindestens eine Höhle berührt.

Wenn so etwas wieder angeboten wird, dann schaut Euch die entsprechende Linkseite an.


Aus der Höhle Tham Aen in Laos

 


Aus Paramahamsa Yoganandas "Autobiographie eines Yogi":

„Hast du ein kleines Zimmer, wo du die Tür hinter dir zuschließen und allein sein kannst?“
“Ja.“ Mir fiel auf, mit welch verblüffender Schnelligkeit dieser Heilige vom Allgemeinen zum Besonderen schritt.
“Das ist deine Höhle“, sagte der Yogi, indem er mir einen erleuchteten Blick schenkte, den ich nie vergessen werde. „Das ist dein heiliger Berg. Dort wirst du das Reich Gottes finden.“


In Thailand wird die Tham Pha Chom 60 km nördlich von Chiang Rai als "place of meditation" angeführt. Auch die Höhlen Tham Pum, Tham Pla und Tham Phayanakare in der Nähe von Amphoe Mae Sai werden als Meditationsplatz benützt.

Höhlen in Laos, die Meditationszwecken gedient haben:


 

Literatur :

Baker, Ian Das Herz der Welt, München und Zürich 2006
Brück, Michael von Wie können wir leben? Religion und Spiritualität in einer Welt ohne Maß, dtv-Verlag, München 2002
David-Néel, Alexandra Mein Indien, S. Fischer, Frankfurt a.M., 2. Auflage 2011
de Mello, Anthony Mit allen Sinnen meditieren, Herder-Verlag, Freiburg 1997
de Mello, Anthony Meditieren mit Leib und Seele, Butzon & Bercker Verlag, Kevelar 1984
Dreybrodt, Joerg, Laumanns, Michael (editors) The unknown north of Laos (Karst and caves of the provinces Luang Phrabang and Luang Nam Tha) Berliner höhlenkundliche Berichte Band 16, Berlin 2005
Holmes, David S. Meditation and somatic arousal reduction. In: American Psychologist, Bd. 39 (1984), S. 1-10
Jarosch, Sabina Wer bin ich? Sri Ramana Maharishi und die Erkundung des Selbst, Abenteuer Philosophie Nr. 124 2/2011, S. 52-55
Lindenmayr, Franz Meditation in Höhlen, in: Tagungsmappe 1998 der Arbeitsgemeinschaft Höhle-Religion-Psyche
Mosebach, Martin Als das Reisen noch geholfen hat, Hanser-Verlag, München 2011
Murray, L.B. What is meditation? Does it help?. In: Genetic Psychology Monograph, Bd. 106 (1982), S. 85-115
Schnabel, Ulrich muße - Vom Glück des Nichtstuns, Blessing-Verlag, München 2010
Shapiro D.H. Clinical and physiological comparison of meditation with other self-control strategies. In: American Journal of Psychiatry, Bd. 139 (1982), S. 267-274
Yogananda, Paramahansa Autobiographie eines Yogi, Otto Wilhelm Barth Verlag, 16. Auflage 1988

 

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