Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Speläologisches in Oberösterreich


Oberösterreich ist flächenmäßig das viertgrößte (11.982 km²) Bundesland Österreichs und mit seinen 1,47 Millionen Einwohnern das drittgrößte. Es grenzt im Westen an Bayern, im Norden an Südböhmen, in Osten innerösterreichisch an Niederösterreich und im Südosten an die Steiermark und das Land Salzburg. Die Hauptstadt ist Linz an der Donau. 

Geololgisch gesehen besteht Oberösterreich aus drei Teilen: das Granit- und Gneishochland, die Oberösterreichischen Alpen und dazwischen das Molassezone.

Speläologisch gesehen ist der Alpenanteil am wichtigsten. Er liegt in zwei wichtigen Regionen: dem Salzkammergut und der Region Pyhrn-Eisenwurzen. Die Nördlichen Kalkalpen gliedern sich in die Voralpen mit den Salzkammergutbergen mit dem Höllengebierge und zahlreichen anderen Gruppen, dem Sengsengebirge und dem Reichraminger Hintergebirge. und an Anteil Oberösterreichs an den Kalkhochalpen mit Dachsteingebirge, dem Toten Gebirge und einem Anteil an den Ennstaler Alpen am Pyhrn.

Den höchsten Punkt des Landes bildet der Gipfel des Hohen Dachsteins mit 2.995 m mit dem einzigen Gletschergebiet des Landes. Der tiefste Punkt ist dort, wo die Donau nach Niederösterreich wechselt, östlich des Machlands.

Vom 12.-15.9.2019 fand in Bad Goisern die Jahrestagung des Verbands Österreichischer Höhlenforscher statt. Dabei wurde auch das 100jährige Bestehen des Landesvereins für Höhlenkunde in Oberösterreich gefeiert. Am 31.10.1910 fand auf Anregung von Georg Lahner die Gründung des Zweiges Oberösterreich des Vereins für Höhlenkunde in Österreich statt. 1910 wurde auch die Koppenbrüllerhöhle vom Touristenverein "Die Naturfreunde" für die Öffentlichkeit erschlossen und im Dachsteingebiet passierten große Entdeckungen mit der Dachstein-Rieseneishöhle, der Mammuthöhle und der Mörkhöhle.
Diesse Erfolge wurden in den Folgejahren in die Öffentlichkeit getragen, 1911 stellte Lahner am Pöstlingberg lebende Grottenolme aus und 1912 wurde das erste Höhlenmuseum der Welt dort errichtet, das "Österreichische Museum für Höhlenkunde".

Nach dem 1. Weltkrieg fand die 1. Hauptversammlung der oberösterreichischen Landessektion am 26. Aprl 1919 statt, 1921 wurde der "Landesverein für Höhlenkunde in Oberösterreich" in die Welt gesetzt. Neben diesem Hauptverein existieren noch weitere höhlenkundliche Vereinigungen: 

- Verein für Höhlenkunde in Hallstatt/Obertraun https://hoehlenverein-hallstatt-obertraun.at/index.php?title=Hauptseite
- Verein für Höhlenkunde Ebensee https://gasselhoehle.at/
- Verein für Höhlenkunde Sierning http://www.hoehlenwelt.eu/

Über die Entwicklung der Höhlenforschung gibt es umfangreiche Berichte von Erhard Fritsch und Harald Zeithofer, die über das Internet zugänglich sind, so daß darauf verwiesen sein soll.

Inzwischen sind riesige Höhlensysteme erkundet worden und manchmal darf man das Gefühl haben, daß es noch viel mehr zu entdecken dort gibt.

Die längsten und tiefsten (Stand Juli 2020) Höhlen in Oberösterreich:

1. Schönberg-Höhlensystem / Totes Gebirge, Stmk, OÖ, 1626/300   + 150 km

2. Hitzlatzhöhle / Dachstein, OÖ, 1546/7 112 km

3. Dachstein-Mammuthöhle / Dachstein, OÖ, 1547/9 67 km

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1. Hirlatzhöhle / Dachstein, OÖ, 1546/7 1.560 m

2. Dachstein-Mammuthöhle / Dachstein, OÖ, 1547/9 1207 mchwar

3. Hochlecken-Großhöhle / Höllengebirge, OÖ, 1567/29 884 m

 

Einzelne Höhlengebiete und Höhlen:

Totes Gebirge

Speläologisches im Höllengebirge

Dachstein

Koppenbrüllerhöhle

Gassl-Tropfsteinhöhle

Bucklwehlucke

Sandlerunterstandl

 

Erwähnt seien hier auch noch die zahlreichen "Künstlichen Höhlen" in Oberösterreich. Da gibt es eine ganze Menge Stollensysteme, alte Bergwerke, usw. sowie "Erdställe".

- Schwarzenberg-Schwemmkanal / FRITSCH E. (1993): Der Schwarzenberg-Schwemmkanal im Wandel der Zeit. — Mitt.Landesver. Höhlenkde. OÖ. 39 (1) (Gesamtf. 98): 43-74, mit Stollenplan

- https://www.limonistollen.at/ Linz  //  http://www.geheimprojekte.at/ls_linz_limoni.html

- https://www.meinbezirk.at/linz/c-lokales/reise-durch-das-unterirdische-linz_a2856665

- https://www.derstandard.de/story/2000107883258/die-vermessung-des-nazi-bunkers-der-rudolfstollen-bei-linz / Rudolfstollen

- https://mpembed.com/show/?m=Jo3zH3Yf4EB 3-D-Begehung des Rudolfstollens vom Crazy-Eye-3-D-Studio

- Leonding bei Linz / Private Stollenanlage mit Wandmalereien https://sz-magazin.sueddeutsche.de/gesellschaft-leben/total-verbohrt-79680

- Grottenbahn im Pöstlingberg in Linz

 


Literatur:

Fritsch, Erhard Die Entwicklung der Höhlenforschung in Oberösterreich, Mitteilungen Oberösterreich 65-1974, 13-
Fritsch, Erhard  Bibliographie zur Speläologie (mit Anhang "Künstliche Höhlen"), Beiträge Naturkunde Oberösterreichs, 12, 2003, 489-520
Handl, Leo Die Karlgrabenhöhle bei Hallstatt, in: Speläologisches Jahrbuch 10-12, 1929, 59-52
Spötl, Christoph, Plan, Lukas, Christian, Erhard Höhlen und Karst in Österreich, Linz 2016
Weichenberger, Josef, Bouchal, Robert Unterirdisches Oberösterreich: Höhlen, Bunker. Grüfte, Stoller. Keller, Krypten. Geheimgänge, Linz 2015
Zeitlhofer, Harald Ein Rückblick auf die letzten 100 Jahre Höhlenforschung in Oberösterreich,

Links allgemein:

https://www.oberoesterreich.at/virtuelle-reise.html

Nationalpark Kalkalpen

Links speläologisch:

https://www.hoehlenforschung.at/ Höhlenforschung in Oberösterreich - Landesverein für Höhlenkunde in Oberösterreich

https://www.oberoesterreich.at/aktivitaeten/ganzjaehrig/natur/hoehlen.html

https://www.zobodat.at/pdf/APO_15_0008-0010.pdf Höhlen in Oberösterreich

https://www.norbertleutner.at/

Speläologisches in Österreich

 


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