Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle
Der 19. UIS-Kongress 2025
in Belo Horizonte, Brasilien
Lagoa Santa und Gruta da Lapinha
2025 Vorexkursion nach Peruacu
202 Nachexkursion nach Zentralnord-Bahia
"Schätze" auf der UIS-Tagung 2025 in Belo Horizonte
"Wer etwas beschreibt, muss selektiv vorgehen. Beschreibungen von etwas sind von dem Etwas ebenso geprägt wie von der Beschreibung selbst. Unterschiedliche Beschreibungen desselben Sachverhalts fallen notwendigerweise unterschiedlich aus ....schon die Beschreibung, dass es sich um denselben Sachverhalt handelt, ist die Konstruktion einer Beschreibung." Nassehi, Kritik der grossen Geste 97
"What an incredible event the congress was! " John Brush President UIS Commission on Volcanic Caves
"Das war eine der besten 10 Entscheidungen meines Lebens, daß ich dorthin gefahren bin." Ein Teilnehmer an der 19. UIS-Tagung in Belo Horizonte faßte so seine ersten Erfahrungen mit diesem Ereignis zusammen.
Vor 60 Jahren wurde der Weltverband der Höhlenforscher in Postojna gegründet und erfreut sich äußerster Lebendigkeit. 1.200 Teilnehmer waren gekommen, 600 aus Brasilien, 600 aus 60 verschiedenen Ländern der Welt. Eine ansehnliche Anzahl von Personen stammten aus Deutschland, etliche aus Österreich und der Schweiz, sodaß man sich zeitweise auch in unserer Sprache länger unterhalten konnte. Als Lingua Franca kam natürlich Englisch in Frage, in der die internationalen Gespräche meist stattfanden. Mit Brasilianisch konnten nur die Einheimischen etwas anfangen.
"I hope you enjoyed the congress! We organized everything with great care and dedication so that each of you could fully enjoy the experience." Das schrieb uns Rodrigo Lopes Ferreira, ein wichtiger Organisator der Veranstaltung, nach unserer einzigartigen Exkursion in die größten Höhlen Brasiliens in Zentralnordbahia. Mit "großer Sorgfalt" und "Hinhabe", das trifft es ausgezeichnet, was die Planung und Durchfühung des Kongresses betraf.
Es sollen 200 Aktive gewesen sein, die sich der großen Aufgabe im Laufe der Jahre nach der erfolgreichen Bewerbung in Frankreich direkt widmeten. Das reichte vom President José Ayrton Labegalini über den Chairman Allan Calux und die anderen Mitglieder des Organizing Committee, über das Technical-Scientific Committee, verantwortet von Rodrigo Lopes Rerreira und Alan Calux, die vielen vielen Paper Evaluators bis zu den Durchführern der Speleolympics, der Betreuer von Cave Photo Salon, Cartographic Salon, Speleoart, Spelemedia und Speleokids, die sich um die Kleinsten kümmerten. Während des eigentlichen Kongresses gab es einen schier unabsehbaren Schub an Aufgaben zu bewältigen, vom Auf- und Abbau der Einrichtungen und Ausstellungen über die über laufende Abwicklung z.B. am Empfang, bis zum Gießen des prachtvollen Blumenschmucks in den Räumen durch junge Floristinnen.
Man hatte einen idealen Ort für die Tagung gewählt, das jüngst in BeFly Minascentro umbenannte, im neoklassischen Stil gehaltene Kongresszentrum in der Mitte von Belo Horizonte, der Hauptstadt des Bundesstaats Minas Gerais. 6 Auditorien standen zur Verfügung, Ausstellungsräume, 2 Bars, ein großer Vielzweckraum im Dachgeschoß, jeden Tag genutzt für einen anderen Event, meist durchtost von Musik, von brasilianischen Rhythmen bis zu Rock usw...
Die Vielzahl an Ausstellungen und anderen Angeboten war überwältigend. Was es da nicht alles gab: Cave Art Salon, Casa Italia, Speleomedit, UIS 60 years of history, lights in darkness, Michel Le Bret - pioneer of Brazilian speleology, caves of Peruacu, Höhlenfoto- und Höhlenplanausstellung, Ausstellung mit wissenschaftlichen Postern und und und. VALE hatte einen eigenen großen Stand. VALE? Das ist einer der größten Bergbaukonzerne Brasiliens, ins Gerede gekommen, wegen eines Dammbruchunglücks.
6 verschiedene Symposien wurden über die Woche hinweg abgehalten: Caves in Ferruginous Rocks, Karst Geology, Chiroperofauna (Caves and bats, bats and caves), Subterranean Biology, Protection and Management of Caves and Karst Environments und Cave Paleontology.
Mündliche Vorträge (oral presentations) gab es von Montag bis Freitag mit Ausnahme des Mittwochs, oft schon um 8 Uhr beginnend und auch mal bis 18 Uhr dauernd. Die einzelne Präsentationsdauer war normalerweise auf 20 Minuten beschränkt und wurde meist auch eingehalten. Die Anzahl schätze ich einmal auf 200, was bedeutete, daß, wer möglichst viel mitbekommen wollte, zugeschnitten auf die eigenen Interessen, der mußte dauernd wechseln: von Le Bret zu Eraso, Cigna, Pilo, oder Trimmel. Parallel dazu liefen auch noch in einem weiteren Saal die 3-D-Präsentationen von Spelemedia, betreut von Leda Zobi. Zu allen Vorträgen gibt es eine schriftliche Ausarbeitung, die in den siebenbändigen Proceedings abgedruckt ist. Perle reihte sich an Perle, manchmal nur schwer erkennbar, weil einem einfach die Sprachkenntnisse zum Beispiel fehlten. Immer wieder wurde durch Details mein Höhlenweltbild erweitert. Die Menschen dringen immer weiter in den Kosmos vor, etwa wenn Höhlen untersucht werden, die in der Grenzzone eines kanadischen Vulkans mit Gletscherauflage liegen. Zur vollständigen Höhlenausrüstung mit SRT kommt dann noch die Atemausrüstung, um dort nicht sofort umzukommen. Oder seltsame Höhlentiere: Es gibt eine Gattung, wo das männliche Tier eine Vagina und das weibliche einen Penis! Da kenne sich noch jemand aus.
Ab 10 Uhr 40 stand in den Gängen jeweils ein Büffet mit frischem Kaffee, Getränken und leckeren Kleinigkeiten zum Genießen - keine Kleinigkeit, sondern geschätztes Angebot. Mittags konnte man in dem kleinen Restaurant auf dem Dach des Gebäudes preiswert essen und auch schon mal ein KRUG sich zapfen lassen. Abends gab es dann oft nach den Abendveranstaltungen (Opening cocktail, UIS 60th Anniversary Party Cocktail, Michel Le Bret Award cocktail, Brazilian evening party, Awards evening, ICS Banquet) in der Dachhalle ebenfalls feine Häppchen zum Genießen und kostenloses KRUG-Bier zum Selberzapfen oder nichtalkolische Getränke, einem richtig nachgetragen von Kellnern und Kellnerinnen in Arbeitskleidung.
Am Mittwoch wurde die Kongressroutine unterbrochen durch einen Ausflugstag. 16 verschiedene Touren wurden angeboten, von Kulturthemen (z.B. Besuch des Architekturkomplexes von Pampulha, einer Stadtführung, das größte Freilichtmuseum der Welt in Brumadinho) bis zu Höhlenbesuchen (Höhlen im Eisengestein im Quadrilatero, verschiedene Schauhöhlen: Lapinha-Schauhhöhle, Rei do Mato-Schauhöhle, Maquinehöhle..) - eine ausgezeichnete Gelegenheit, einmal die Umgebung der Hauptstadt kennenzulernen.
Während der Tage lief ein große "Speläounterhaltungsshow", genannt Spelolympics. Da konnten Kandidaten ihre Fähigkeiten zeigen in Disziplinen wie Bierkistenstapeln, Schlufquetschen, Tischbouldern, Höhlentiersammeln bei Tagerslicht oder 50-m-Seilaufstieg. Da glänzte einer aus Deutschland: Florian Bachmann. (Er brauchte nur 3 Minuten 52 Sekunden, was ihm den ehrenvollen 2. Platz einbrachte (der schnellste war Miha Staut mit 2:56. 33 Personen machten beim Wettbewerb mit. Der Letzte brauchte 29.06.)
Eröffnet wurde der Event mit einer feierlichen Fahnenhissung, geschlossen wurde er auch wieder ähnlich. Vermutlich stammten die Klänge von den jeweiligen Nationalhymnen. Die Fahne wurde am Ende weitergerecht. In einer Abstimmung am Ende des Kongresses beschlossen die UIS-Delegierten, daß der nächste Kongress in Rumänien stattfinden soll und nicht in Großbritannien, das sich auch beworben hatte (Einige Stimmen munkelten, daß Andy Eavis gerne seinen 75ten Geburtstag mit einem Kongress in seinem Heimatland gefeiert hätte). Wichtig war auch, wer als der nächste Präsident/-in der UIS gewählt werden würde. Zdenek Motycka aus Tschechien wurde gewählt und trat damit an die Stelle von Nadja Zupan Hajna, seiner Vorgängerin.
Höhepunkte des ganzen Kongresses waren auch die Vorträge der key note speaker. Besonders vielversprechend war Hazel Bartons Vortrag "Cave Microbes: How Caves are Going to save us all.", die Weltrettung auf Höhlenbasis? Große Entdeckungen der Höhlenmikrobiologie scheinen Hoffnung zu machen, daß auch unsere Kinder noch eine Zukunft haben könnten, z.B. über Lösungen für das CO2-Problem und das Nylonrecycling. Stefano Mammola, der über "Global conservation of subterranean biodiversity" bekannte öffentlich im Postojnasaal: "Thank you cave".
Wichtige Elemente des gesamten Kongresses waren für viele die Vor- und Nachexkursionen. Das waren einmalige Gelegenheiten, die Weltklassehöhlen Brasiliens persönlich kennenzulernen. 25 einzelne Touren waren ausgeschrieben und bei der großen Auswahl fiel es sehr schwer, sich zu entscheiden. Ich entschied mich für den Besuch des Peruacu-Nationalparks, der gerade in die Weltnaturerbeliste aufgenommen wurde, und für einen Besuch der größten Höhlen im Zentralnorden von Bahia, wo immerhin die beiden längsten Höhlen Brasiliens liegen, die Toca da Boa Vista und die Toca da Barriguda. Wenn einen das nicht zufriedenstellt, dann sollte man sich eine neue Passion suchen.
Es bleibt nur noch das Wort an den Schluß zu setzen, das man am meisten hört, und das wir allen Beteiligten wirklich schulden: Obrigado.
| Der Abschluß zuerst -
die Fahnenherabholprozedur in Belo Horizonte mit der Übergabe an den neuen Präsidenten mit der Aufgabe, für den nächsten Kongress zu sorgen - 2029 in Rumänien |
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| Der Anfang hinterher - die Eröffnungszeremonie mit Hymnenmusik | ||
| Stecknadelbrett, das Auskunft darüber gab, woher die europäischen Besucher kamen | ||
| Typische Vortragsatmosphäre | ||
| Die Honoratioren auf dem Podium | ||
| Hazal Barton bei ihrer "Keynote lecture" | ||
| UIS-Abstimmung
- gelebte Demokratie mit grünen Karten |
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| Abschlußveranstaltung im Postojnasaal
mit den Organisatoren des Kongresses |
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| Die Postersession - hochkarätigst abgehalten | ||
| Die Spelolypics - hier der Bierkastenstapelbewerb | ||
| Der Nachwuchs am Seil | ||
| Aus einem Vortrag:
Höhlenforschung heute - am Rande des Möglichen - in einem Gletscher über einem Vulkan - mit Höhlenausrüstung, SRT und Atemgeräten
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| Vorstoßgerät heute - von VALE | ||
| Feminismus sichtbar - auch im Höhlenparadigma
und bei einer Forumdiskussion zum Thema, übersetzt: "Ratschen und Frauen/Höhlen" |
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| Hier ist einmal nicht die Fledermaus das Wappentier - sondern der Maulwurf! | ||
| Ein Stück wichtige "Höhlenpolitik":
- "Palestine" als eigener Staat anerkannt bei "SpeleoMedit" - im Hintergrund schwelt ja das Thema der "Neutralität" der UIS |
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| Treffen der ICPM, eine der vielen Untergruppierungen im Rahmen der Großveranstaltung | ||
| Viele haben mitgearbeitet, um die Verstaltung auch der Schönheit einen Raum zu bieten - eine junge Blumenpflegerin | ||
| Festlicher Blumenschmuck beim Abschlußdiner + Koch, der für das à-la-point-Essen zuständig war | ||
| Im Festsaal im obersten Stockwerk - ohne den Vollklang, der Gespräche fast vollständig verhinderte | ||
| Die "Selbstzapfstelle" von KRUG
- dort gab es kostenlos Bier, wenn man die passenden Knöpfe drückte |
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| Köstlichkeiten ohne Ende | ||
| In der Höhlenplanabteilung, dem
"Carthographic Salon"
Philipp Häuselmann zeigt gerade Kevin Downey seinen Humpleuplan/Rumänien - |
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| Nadja Zupan Hayna bei ihrer Eröffnungsrede im Postojnasaal | ||
| Der jetzige Generalsekretär der UIS -
Johannes Mattes |
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| Hazel Barton bei ihrer keynote lecture
- groß projiziert auf mehreren Leinwänden |
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| Die "Deutsche Gruppe" - am Eingang
zum Kongressgebäude
- fast vollständig |
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| Happy visitors from Australia |
Das war kein Zufall mehr. Einige Gedanken des heute als Postmodernist schon wieder fast vergessenen französischen Philosophen Francois Lyotard tauchten während des Kongresses immer wieder in mir auf. Nach dem Ende der "Großen Erzählungen", von Wissenschaft, Religion (Welt ohne Gott), Philosophie, sei wieder deutlicher geworden, daß die "Welt" in Wirklichkeit nicht ein Ganzes sei, sondern zutreffender als Haufen von Fragmenten zu sehen sei, die halt immer wieder zusammenpassen würden, aber öfters auch wieder nicht, wenn es so etwas wie eine "Welt" überhaupt gibt, was ja von manchem auch schon bestritten wird.
Fragmente waren überall. Schon das Straßenpflaster auf dem Weg zum Kongresszentrum bestand daraus. Mal heile Muster, mal auch schon wieder sie auflösende, ein Tagesplan, der aus Dutzenden von verschiedenen Veranstaltungen bestand, die auch noch gleichzeitig in verschiedenen Räumen stattfanden, 1.200 Menschen aus allen Teilen der Erde, die sich hier auf einmal auf engstem Raum begegneten, und erst einmal versuchen mußten, Verbindung miteinander aufzunehmen oder halt, manchmal bewußt, auch nicht, Dutzende Treffen und Miniveranstaltungen kleiner Arbeitsgruppen, z.B. der UIS-Themenuntergruppen (ich war z.B. bei der History Group, der Artificial Cave Group, der Art Group und der Vulcanospeleological Group), unterschiedlichste Interessen und Präsentationen (Höhlenpläne, Photos, Material, Caving als Action, Art..., Biologie...).Manche interessierten sich überhaupt nicht für den Kongress, sondern nur die Gelegenheit dort zu sein und Freunde zu treffen oder die Gegend erkunden zu können.
Und die "Wissenschaft"? Ergibt sich da heute ein neues, einheitliches Bild von "Höhlen"? Oder zerfasert nicht alles immer mehr in Singularitäten aus? Wer heute etwas das Wort "Höhlengebiet" ausspricht, darf der nur noch an "Karstgebiete" denken? Das wäre weit gefehlt vom derzeitigen Wissenstand. Extrem wichtige Regionen gibt es daneben, hat es immer gegeben, nur hatte sich keiner dafür interessiert oder es fehlten die Möglichkeiten, sie zu erreichen. Was ist eine "Höhle"? Die "Traditionalisten" halten sich noch daran fest, daß es sich da um ein vorwiegend geologisches Phänomen handeln würde, aber die Entwicklung ist viel weiter gegangen - in Richtung auf ein schier unübersehbare "Fragmentierung" des Wortes.
Es war einfach schön und bewegend, dann zu erleben, daß man dann doch zusammenfand, z.B. beim Tanzen in der Nacht zu brasiliansichen Rhythmen im Dachraum oder beim Beifall, wenn gerade wieder jemand einen sehr gelungenen Vortrag abgeliefert hatte. Nicht mit dem Prügel (oder in der modernen Form einer Drohne) aufeinander losgehen, sondern ihn umarmen und anlächeln!
Texte vor der Veranstaltung:
In Le-Bourget-du-Lac wurde im August 2022 entschieden, daß der nächste Kongress der UIS 2025 in Brasilien stattfindet. Die Brasilianer kamen schon bestens vorbereitet und hatten schon das ganze Sponsoringmaterial mt dabei, z.B. bedruckte T-Shirts. Wir können uns alle schon darauf freuen.
Ein Teil der Gruppe, die das organisieren wird...
Es geht heutzutage einfach nicht ohne "Geburtsschmerzen". Gerade im Digitalzeitalter kommen ganz neue dazu. Dauernd geht irgend etwas nicht. Und dann auf einmal doch. Manchmal hilft einfach durchzuhalten. Patience is a virtue. Manchmal wohl auch nicht. Und wenn man schon am Aufgeben ist, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
Bei meiner Anmeldung für den ICS-Kongreß bin ich durch alle diese Stufen gegangen - und momentan sieht es gut aus.
Ich bin beim Kongreß tatsächlich angemeldet und meine beiden Touren für die Zeiträume vorher und nachher (Peruacu Valley, Central-North Bahia) sind gebucht und bezahlt. Mal sehen, ob daraus wirklich etwas wird. Wir sind ja alle durch die Weltwaschmaschinen von COVID und dem Konflikt im Nahen Osten und der Ukraine gegangen - die plötzlich alle bzw. viele Pläne einfach zu Staub haben werden lassen. Mal sehen, was da in nächster Zeit auf uns wartet. Trump....
Auch andere aus Deutschland haben sich schon für den Kongreß angemeldet. Vielleicht bildet sich da ja eine kleine Gruppe. Mal sehen.....
Am Freitag, den 11. Juli 2025, soll es um 6:05 AM von München aus mit TAP losgehen....
Das Abenteuer beginnt bereits im kleinen zuhause. Wie komme ich
zum Flughafen in MUC? Von Gröbenzell aus bietet sich die S-Bahn an, aber wann
geht die? Die MVV-App bietet mir einen Zug um 1.21 Uhr an, damit ich um 3.15 Uhr
dort sein könnte, falls wirklich alles glatt liefe.
Da habe ich schon sehr schlechte Erfahrungen leider früher einmal gemacht. Ich
stand allein in Eching am Bahnhof und wartete und wartete. Die Zuganzeige
verhieß nichts Gutes: "Personenschaden, keine Verbindung". Fast 2
Stunden lang. Gerade noch erreichte ich das Flugzeug. Alle waren natürlich
schon abgefertigt gewesen, der Schalter eigrentlich schon geschlossen. Zuletzt
ein knappes Happyend.
Wie es wohl diesmal werden wird? Man sollte die Hoffnung nicht fahrenlassen auf eine zuverlässige Verbindung. Alles andere würde ja auch nicht helfen. Und einen "Personenschaden" - den kann niemand voraussehen, wann es wieder dazu kommen wird.
Was sich schon beeinflussen läßt, das ist der Preis, zu dem
man hinkommt.
Alternative 1: Einzelfahrkarte - 14.30 € lt. Appanzeige beim elektronischen
Ticketshop, aber auch 10,20 € bei einer ähnlichen Verbindung (mit mehr
Bus-Verwendung) und manchmal auch: "Keine Tarifinfo" - was soll man da
als Möchtegernnutzer dann bezahlen? Vielleicht soviel wie beim
"Jakobspreis"? Soviel man für angemessen hält? Der Kunde
entscheidet. Wohl nur im Traum.
Alternative 2: 6 Streifen zu je, 1,78 € = 10,68 €. (An anderer Stelle heißt
es 5 Streifen. Da kenne sich jemand aus.)
Allerdings ist auf der App von Alternative 2 keine Rede, nur von 1. Man will
also einfach für die gleiche Leistung mehr Geld kassieren von Leuten, die sich
im Tarifdschungel nicht so gut auskennen .
Die Lösung sieht anders aus: Nicht mit dem MVV fahren, sondern mit dem privaten PKW zum Flughafen. Schnell, bequem und sicher, daß einen kein Kontrolleur aufhalten wird, der vielleicht einem einen Tarifverstoß dann nachweist und einem 60 Euro Bußgeld abverlangen will.
20.-27. Juli UIS-Kongress in Belo Horizonte, unter anderem mit 2 Vorträgen von mir: "Erdställe - mysterious underground structures in central and western Europe" und "Down the crater - eine kurze Geschichte der vertikalen Vulkanhöhlenforschung"
Belo Horizonte, der Veranstaltungsort..
| Hochhäuser, Hochhäuser bis zum Horizont | ||
| Die am Rande der Gesellschaft leben - Schläfer auf der Straße, der Pappkarton ist meine Matratze | ||
| Kündet vom unterirdischen Reichtum der Gegend
Riesenkristall in Belo Horizonte - auf das Mineralogische Museum hinweisend |
Literatur:
Geyer, Ernest (2025): 19th International Congress of Speleology - Belo Horizonte, Brasilien, Verbandsnachrichten Verband Österreichischer Höhlenforscher 4-2025, S. 56ff.
Glozer, Laszlo (1996): Ausstieg aus der Geschichte? Gegenwartskunst und die zerredete Moderne, Der Traum der Vernunft, Luchterhand, Darmstadt
Lindenmayr, Franz (2025): Der 19. UIS-Kongress 2025 in Belo Horizonte, Brasilien, Der Schlaz 141-2025, S. 14-17
Nassehi, Armin (2024): Kritik der grossen Geste, München
Sociedade Brasileira de Esopeleologia 19th Internacional Congress of Speleology: Belo Horizonte Minas Gerais, Brazil, proceedings, 7 volumes, edited by Allan Callux, Belo Horizonte 2025
Wielander, Wetti (2025): Editorial, Verbandsnachrichten Verband Österreichischer Höhlenforscher 4-2025, S. 51
Links
https://www.youtube.com/watch?v=gwjhHEKEDUQ
https://www.sghbern.ch/praezis/SpeleogeneseRidPREBRed.pdf Ein Hinweis auf dieses humorvolle Stück Höhlenliteratur fand sich auf den Hinweistafeln!
http://uis-speleo.org/index.php/2021/06/20/2025-international-congress-of-speleology/
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