Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle
Die Eiskogelhöhle im Tennengebirge, Salzburg, A
Fotos: Franz Lindenmayr mit
Georg Kellerer und Hans Bubestinger
(Titelblatt des Werbeblattes "Eiskogelhöhle")
eiskogel2.htm HÖPHO-Fototour
Autriche, Tennegebirge: EISKOGELHÖHLE | Spéléo Magazine
Wer sich über die Eiskogelhöhle informieren möchte, der sollte das Salzburger Höhlenbuch Band 4 zur Hand nehmen. Dort steht alles Wichtige darüber drinnen. Dort heißt es sehr zurückhaltend, die Höhle sei eine der "imposantesten des Ostalpenraums". Ich bin schon einiges herumgekommen, aber an die Qualität einer "Eiskogelhöhle" kommen nur ganz wenige selbst weltweit heran. Und nimmt man die Handvoll wirklicher Eishöhlen auf der Erde, dann gehört sie in diesem Segment in die absolute Spitzengruppe.
Kurze Entdeckungs- und Nutzungsgeschichte:
1877 Erreichen der Westeingänge durch Eduard Richter bei der Durchsteigung der Eiskogel-Südwand
1924 Erkundung des Westteils der Höhle durch Mitglieder des Salzburger Höhlenvereins
1931 Weitere Versuche, die Höhle zu erreichen, die aber wegen Wettersturz oder Steinschlag alle scheiterten
1942 Entdeckung des Osteinstiegs zur Höhle im Alleingang durch Gustave Abel / Erforschung und Vermessung aller wichtigen Teile der Höhle im selben Jahr
1947 Stellung der Höhle unter Denkmalschutz
1949 Pachtung der Höhle durch den Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg von den Bundesforsten, Beginn touristischer Führungen
1968 Unfall in der Höhle (Absturz über den Eiswall oberhalb der Halle der Circe)
70er Jahre: zaghafte Versuche des Neubeginns der Forschung, u.a. durch die Karsthöhlengruppe Geiger
1974 Absturz von der Halle der Nausikaa in den Tiefen Eisdom
ab 1980 Wiederaufnahme der Führungen durch Knapczyk und Klappacher
90er Jahre: Vermessung einiger Höhlenteile durch Steffen Pohlenz und Mitglieder des VHM
1999 - u.a. die Jubiläumsfototour von HÖPHO (Im Sommer 1999 unternahm eine Gruppe von Höhlenfotographen den gemeinsamen Versuch, in dieser außergewöhnlichen Höhle gute Bilder gemeinsam zu machen. Dieser Versuch ist geglückt und einige der Bilder sind in den SPELEOPROJECTS-Kalendern und im BERGSTEIGER 1-2000, S. 82ff.9. zu sehen.)
zur Zeit Höhlenführungen durch Herbert Burian
Ein wunderbarer Einfall Gustave Abels, des Entdeckers des Osteingangs und der sich daran anschließenden großen Höhlenteile, war, daß den Gängen und Räumen Namen aus der griechischen Mythologie von ihm gegeben wurden. Hatte man in der nahe gelegenen Eisriesenwelt auf Begriffe aus der germanischen Sagenwelt wie "Hymirhalle" und "Friggas Schleier" zurückgegriffen, so heißen hier die Höhlenteile
Halle der Nausikaa
Polyphemospforte
Titanenhalle und Gang der Titanen
Halle der Circe
Myrmidonengang
und
Grotte der Calypso.
Nicht die germanische Schwere lastet auf diesen
Namen, sondern eher das Licht Griechenlands. Die Begriffe sind
bestens eingeführt in Höhlen...kreisen. Bei
"Polyphemos.." fürchtet sich keiner mehr, weil man
weiß, daß es sich es sich da nur um eine bessere Krabbelstelle
handelt, die wirklich keine Prüfstrecke für "echte"
Höfos darstellt, bei "Circe" gibt es unterschiedliche
Reaktionen, viele haben da nur ein Eishäufchen gesehen, das kaum
ein müdes Lächeln hervorruft, andere wissen, weil sie es sehen
durften, daß es sich hier um eine Stelle handelt, die in manchen
Jahren den Atem stocken läßt. Gibt es so etwas überhaupt?
aus dem Prospekt REGION TENNENGEBIRGE des Gebietsverbands Region Tennengebirge
Literatur:
| Klappacher, Walter, Haseke-Knapczyk, Harald (Gesamtredaktion) | Salzburger Höhlenbuch Band 4, Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg, Salzburg 1985 |
| Göksu, Yeter | Umgebungsradioaktivitätsmessungen in der Eiskogelhöhle, DER SCHLAZ 68-1992, S. 57ff. |
Links:
http://www.clubs.privateweb.at/lvhk/Lvhkschh.htm#Tennengebirge
Landschaft
und Höhlen im Tennengebirge
Gerhard's
Alpinpage-Eiskogelhöhle-Seite 1
Caves
of Austria Eiskogelhöhle
Landschaft
und Höhlen im Land Salzburg
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