Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle

Die Eiskogelhöhle im Tennengebirge, Salzburg, A


 

Fotos: Franz Lindenmayr mit Georg Kellerer und Hans Bubestinger
(Titelblatt des Werbeblattes "Eiskogelhöhle")


HÖPHO-Fototour in die Eiskogelhöhle 1999

Eiskogelhöhlentour 2016

Autriche, Tennegebirge: EISKOGELHÖHLE | Spéléo Magazine


Wer sich über die Eiskogelhöhle informieren möchte, der sollte das Salzburger Höhlenbuch Band 4 zur Hand nehmen. Dort steht alles Wichtige darüber drinnen. Dort heißt es sehr zurückhaltend, die Höhle sei eine der "imposantesten des Ostalpenraums". Ich bin schon einiges herumgekommen, aber an die Qualität einer "Eiskogelhöhle" kommen nur ganz wenige selbst weltweit heran. Und nimmt man die Handvoll wirklicher Eishöhlen auf der Erde, dann gehört sie in diesem Segment in die absolute Spitzengruppe.

Kurze Entdeckungs- und Nutzungsgeschichte:

Ein wunderbarer Einfall Gustave Abels, des Entdeckers des Osteingangs und der sich daran anschließenden großen Höhlenteile, war, daß den Gängen und Räumen Namen aus der griechischen Mythologie von ihm gegeben wurden. Hatte man in der nahe gelegenen Eisriesenwelt auf Begriffe aus der germanischen Sagenwelt wie "Hymirhalle" und "Friggas Schleier" zurückgegriffen, so heißen hier die Höhlenteile

und

Nicht die germanische Schwere lastet auf diesen Namen, sondern eher das Licht Griechenlands. Die Begriffe sind bestens eingeführt in Höhlen...kreisen. Bei "Polyphemos.." fürchtet sich keiner mehr, weil man weiß, daß es sich es sich da nur um eine bessere Krabbelstelle handelt, die wirklich keine Prüfstrecke für "echte" Höfos darstellt, bei "Circe" gibt es unterschiedliche Reaktionen, viele haben da nur ein Eishäufchen gesehen, das kaum ein müdes Lächeln hervorruft, andere wissen, weil sie es sehen durften, daß es sich hier um eine Stelle handelt, die in manchen Jahren den Atem stocken läßt. Gibt es so etwas überhaupt? Ja, tatsächlich. In den letzten Jahren hat sich das Eis wieder gewaltig aufgebaut und erstrahlt im Licht unserer Lampen in einer Manier, die man ruhig als "breathtaking" bezeichnen kann. Die Photographen stehen inzwischen, bildlich gesagt, Schlange, um jetzt hier ihre Spitzenbilder zu schießen. 

 

 

aus dem Prospekt REGION TENNENGEBIRGE des Gebietsverbands Region Tennengebirge

Literatur:

Göksu, Yeter Umgebungsradioaktivitätsmessungen in der Eiskogelhöhle, DER SCHLAZ 68-1992, S. 57ff.
Klappacher, Walter, Haseke-Knapczyk, Harald (Gesamtredaktion) Salzburger Höhlenbuch Band 4, Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg, Salzburg 1985
Pointner, Peter, Klappacher, Walter Tennengebirge, in: Spötl, C., Plan, L., E. Christian (Hrsg.), Höhlen und Karst in Österreich. - Linz 2016 (Oberösterreichisches Landesmuseum): 567-568

Links:

http://www.hoehlenverein-salzburg.at/?id=4
Caves of Austria Eiskogelhöhle
Landschaft und Höhlen im Land Salzburg


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