Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle
Landschaft und Höhlen im Bundesland Salzburg, A
In den Leoganger Steinbergen / Eiskogelhöhle im Tennengebirge
"Das Salzburg Land ist das Herz vom Herzen Europas. Es liegt in der Mitte zwischen Süd und Nord, zwischen Berg und Ebene, zwischen dem Heroischen und dem Idyllischen." Hugo von Hoffmannsthal
Salzburg... eine der schönsten Städte dieser Welt, viel gepflegte Kultur in Form von Architektur und Musik, gelegen vor einer erhebenden Bergkulisse. Der Bekanntheitsgrad hat seinen Preis. Im Sommer ist nur noch schwer durch die Altstadt zu kommen angesichts von zehntausenden von Touristen, das Preisniveau ist gehoben, was man nicht zuletzt an den exorbitanten Parkgebühren sehen kann.
Drumherum das Bundesland, gut erschlossen durch Straßen und Wege bis auch in die hintersten Bergtäler inzwischen. Der Tourismus blüht. Die Welt wird zugerichtet auf ihn, damit genug Moneten hereinkommen zum Über- und Gutleben. Dazu gehört inzwischen auch ein Angebot an Schauhöhlen:
- die Eisriesenwelt
- der Lamprechtsofen
- die Entrische Kirche.
Daneben gibt es inzwischen auch die eine oder andere "Wilde Höhle", in die nach Bedarf geführte Touren angeboten werden.
Das ist das, was die große Öffentlichkeit von der natürlichen Unterwelt Salzburgs mitbekommt. Daneben gibt es aber noch viel viel mehr. Zu sagen, daß südlich von Salzburg eines der bedeutendsten Höhlengebiete der Erde liegt, ist sicherlich nicht übertrieben. Schon ein kleines Detail zeigt das: Einige Jahre hindurch war in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts die tiefste damals bekannte Höhle gefunden worden, der Lamprechtsofen. Nirgends woanders auf der Erde konnte man in einen Berg einsteigen und 1.600 m tiefer wieder herauskommen! Inzwischen hat man im Kaukasus eine noch tiefere Höhle gefunden, aber immerhin. Besonders das Potential an tiefen Höhlen ist groß in den Kalkstöcken Salzburgs, in denen inzwischen bald ein Dutzend schon erforscht sind.
Einige Höhlen Salzburgs waren schon seit Urzeiten bekannt. Ihre Eingänge sind so offensichtlich, daß man sie einfach nicht übersehen kann. Der Lamprechtsofen bei Lofer gehört dazu. Andere Höhlen sind gar nicht so leicht zugänglich und sichtbar, aber doch waren dort wohl schon unsere Ururvorfahren, wie das bei der Schlenken-Durchgangshöhle nachweisbar zu sein scheint.
Richtig los ging es mit der Höhlenforschung nach
1900. Junge begeisterte Leute fanden sich zusammen und stürmten
in die umliegenden Berge, zu Fuß meistens! Der 1. Weltkrieg
machte dem schnell wieder ein Ende und vielen der Protagonisten
wurde schnell ihr kurzes Leben wieder gewaltsam beendet. Einer
von ihnen, Alexander von Mörk, hatte als letzten Wunsch, in
seiner bedeutendsten Entdeckung beerdigt zu werden. Ein
Höhlenkamerad hat das geschafft.
Der Verein für Höhlenkunde in Salzburg war schon 1911
gegründet worden und der ist noch heute führend bei der
Erfassung und Erforschung der Höhlen im Salzburger Land. ....
Die wichtigsten Höhlengebiete:
- Salzburger Zentralalpen
- Unken / Landschaft und Höhlen in der Umgebung von
- Einzelhöhlen:
Höhlen im Aignerpark - auf Mozarts Spuren
Lamprechtsofen - zeitweilig die tiefste Höhle der Erde
Maximushöhle - Kulthöhle mitten in der Stadt
Prax-Eishöhle - (V)erschlossene Naturschönheit
Scheukofen - 12. April 1975 - wo das Lebenslicht von zwei Menschen erlosch
St.-Wolfgangs-Höhle - wieder vergessen, aber mit großer Vergangenheit
Literatur:
| Czoernig, W. | Die Höhlen des Landes Salzburg und seiner Grenzgebiete, Salzburg 1926 |
| Angermayer-Rebenberg, Erwin | Zur Geschichte der Höhlenkunde und Höhlenforschung
in Salzburg. 1961 |
Links:
höhlenbezogen:
Landesverein für Höhlenkunde in Salzburg
andere:
Salzburg Stadt : Hotels in Salzburg : Veranstaltungen in Salzburg : Tourismus Salzburg :
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Die Stadt Salzburg
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